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    2.064.541 Mitglieder: ver.di erstmals mit Mitgliederzuwachs

    2.064.541 Mitglieder: ver.di erstmals mit Mitgliederzuwachs

    09.01.2014

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat 2013 erstmals mit einem Mitgliederzuwachs abgeschlossen. Zum Jahresende waren es insgesamt 2.064.541 Mitglieder, das sind 3.343 beziehungsweise 0,16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Jahresverlauf traten 131.545 Mitglieder neu in die Gewerkschaft ein, 12.943 mehr als 2012. „Dieser Erfolg verdankt sich dem engagierten Einsatz von vielen ehren- und hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen auch in den zahlreichen Tarifauseinandersetzungen“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Berlin. „Jetzt geht es darum, diese positive Mitgliederentwicklung zu stabilisieren. Dazu werden wir unsere Präsenz in den Betrieben weiter stärken und gleichzeitig die individuelle Beratung der Mitglieder, unter anderem im Rechtschutz, ausbauen.“

    Insgesamt schlossen sechs Fachbereiche mit einem absoluten Mitgliederzuwachs ab: der Fachbereich 1 (Finanzdienstleistungen), der Fachbereich 3 (Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt, Kirchen), der Fachbereich 5 (Bildung, Wissenschaft, Forschung), der Fachbereich 11 (Verkehr), der Fachbereich 12 (Handel) sowie der Fachbereich 13 (Besondere Dienstleistungen). Erstmals verzeichneten sieben Landesbezirke (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Berlin/Brandenburg, Niedersachsen/Bremen, Rheinland-Pfalz und Hamburg) ein Mitgliederplus.

    Die Gesamtzahl der jungen Mitglieder (unter 28 Jahre) lag 2013 mit 113.474 erneut über der Zahl des Vorjahres (2012: 108.746), der Anteil der jungen Mitglieder stieg damit von 5,28 auf 5,5 Prozent. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren ging leicht von 16,49 auf 16,2 Prozent zurück.

    Die Zahl der erwerbstätigen Mitglieder, die Basis einer erfolgreichen Betriebs- und Tarifpolitik, lag Ende Dezember bei 1.568.705, das sind 13.720 mehr als Ende 2012. Im sechsten Jahr in Folge verzeichnete ver.di 2013 bei den erwerbstätigen Mitgliedern mehr Eintritte (127.286) als Austritte (83.344). Damit stieg der Anteil der erwerbstätigen Mitglieder auf 75,98 Prozent (Vorjahr: 75,44). Mehr als die Hälfte aller ver.di-Mitglieder (51,31 Prozent) sind weiblich.

    Erneut besser als geplant entwickelten sich die Beitragseinnahmen. Sie waren im vergangenen Jahr mit rund 434,2 Millionen Euro um rund 10,7 Millionen Euro höher als 2012 und erreichten damit den besten Wert seit 2004.