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    Tarifverhandlungen für Druckindustrie wieder aufgenommen - ver.di will Manteltarifvertrag zunächst unverändert in Kraft setzen

    10.04.2019

    Die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen für die 134.000 Beschäftigten der Druckindustrie in Hamburg haben die Tarifparteien als „konstruktiv“ bezeichnet. Die Positionen lägen aber „noch weit auseinander“, erklärte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). „Oberste Priorität bleibt die unveränderte Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrages“, erklärte die Verhandlungskommission der Gewerkschaft. Zudem habe ver.di Lohnerhöhungen von 2,8 Prozent ab 1. Mai 2019 und 2,7 Prozent ab 1. Mai 2020 für eine Laufzeit von 24 Monaten gefordert.

    Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) rückte in der siebten Verhandlungsrunde von einigen seiner Forderungen ab, nachdem der Streikdruck insbesondere in Bayern stark zugenommen hatte. Arbeitszeitverlängerungen soll es nach Vorstellungen der Arbeitgeber auf betrieblicher Ebene nur außerhalb von Zeitungsdruckereien geben und nur mit Zustimmung von ver.di.

    Bei den Zuschlägen fordert der Verband noch die stufenweise Reduzierung der Antrittsgebühr und die Verschiebung des Beginns der Nachtarbeit von 18 auf 20 Uhr. Die Jahresleistung soll allerdings nach wie vor stufenweise gekürzt werden. Die Regelung zur Maschinenbesetzung will der bvdm ganz abschaffen. Der Arbeitgeberverband macht eine befristete unveränderte Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrags davon abhängig, dass unter Friedenspflichtbedingungen über diese Themen verhandelt wird.

    Die Verhandlungen werden am 2. Mai 2019 fortgesetzt.

     

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