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    Bundesweite Warnstreiks bei der Gmünder Ersatzkasse (GEK)

    Bundesweite Warnstreiks bei der Gmünder Ersatzkasse (GEK)

    09.05.2005
    Rund 1.000 Beschäftigte von bundesweit 45 Geschäftsstellen und der Hauptverwaltung der Gmünder Ersatzkasse (GEK) in Schwäbisch Gmünd sind heute in einen mehrstündigen Warnstreik getreten. Sie folgten damit einem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Mit den Warnstreiks und Kundgebungen soll der ver.di-Forderung nach vier Prozent mehr Geld für die insgesamt 2.000 GEK-Beschäftigten Nachdruck verliehen werden. In bislang zwei Verhandlungsrunden hatte der GEK-Vorstand noch kein konkretes Angebot vorgelegt.

    „Die GEK-Kolleginnen und Kollegen haben seit fast drei Jahren keine Gehaltserhöhung mehr bekommen, obwohl auch ihre Mieten und Lebenshaltungskosten in dieser Zeit um ein beträchtliches gestiegen sind. Auch mit Blick auf die positive wirtschaftliche Entwicklung der GEK ist unsere Forderung daher vollkommen angemessen“ sagte ver.di-Verhandlungsführer Jochen Berking. Für die GEK sei 2004 das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Ersatzkasse. Über 50.000 neue Mitglieder seien durch den überdurchschnittlichen Einsatz der GEK-Beschäftigten in die GEK eingetreten. Zum achten Mal in Folge sei die GEK zur kundenfreundlichsten Krankenkasse gewählt worden: „Das verdankt die Kasse ihren Beschäftigten“, machte Berking deutlich. Um Verwaltungskosten zu sparen, hätten die Beschäftigten tiefe Einschnitte akzeptiert, jetzt ginge es darum, sie auch am Erfolg ihrer Arbeit zu beteiligen.

    Eine klare Absage erteilte Berking dem GEK-Plan, Tariferhöhungen künftig nur noch über Leistungsprämien auszuschütten: „Da sollen lediglich den aus Sicht der Vorstände Fleißigen ein Zuschlag gewährt werden, während das Tarifniveau für alle anderen gleich niedrig bleibt“, kritisierte der Gewerkschafter.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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