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    Tarifrunde bei der Deutschen Post AG: ver.di fordert 5,5 Prozent mehr Geld und um 90 Euro höhere Ausbildungsvergütungen

    10.08.2020

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG (DP AG) eine Tarifsteigerung von 5,5 Prozent für 12 Monate. Die Ausbildungsvergütungen sollen für jedes Ausbildungsjahr monatlich um 90 Euro erhöht werden. Das beschloss am heutigen Montag (10.08.2020) die zuständige ver.di-Tarifkommission in Fulda.

    Der Beschlussfassung durch die Tarifkommission war in der Zeit vom 15. Juni bis 31. Juli 2020 eine Befragung der ver.di-Mitglieder in den Betrieben der Deutschen Post AG vorausgegangen. An ihr hatten sich bundesweit 40.477 Mitglieder beteiligt. Dabei habe sich gezeigt, dass die Beschäftigten von der Tarifrunde eine deutliche Entgelterhöhung erwarten, erklärte die Gewerkschaft.

    „Die Befragung hat gezeigt, unsere Mitglieder erwarten eine deutliche und nachhaltige Tariferhöhung“, so die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

    Der Post geht es wirtschaftlich gut. Der Konzern konnte sein Ergebnis in der Pandemie sogar deutlich steigern; daran haben vor allem die Beschäftigten der DP AG, die Briefe und Pakete bearbeiten, einen wesentlichen Anteil. Die Beschäftigten bewältigten in den letzten Wochen und Monaten bis zu 40 Prozent mehr Paketvolumen bei verstärkten Abstandsregeln und Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen.

    „Die Beschäftigten leisten Außerordentliches – vor der Corona-Pandemie und während der Pandemie“, so Kocsis. „Unsere ver.di-Mitglieder haben eine deutliche Tariferhöhung verdient.“

    Zudem soll für die rund 33.000 Beamtinnen und Beamten des Unternehmens die so genannte Postzulage fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzulage für Bundesbeamte.

    ver.di hat die Entgelttabellen zum 31. August gekündigt, damit endet an diesem Datum auch die Friedenspflicht. Die Tarifverhandlungen werden am 28. August 2020 aufgenommen.

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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