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    Entlastung in Krankenhäusern: ver.di erzielt eine weitere Vereinbarung …

    Entlastung in Krankenhäusern: ver.di erzielt eine weitere Vereinbarung an Uniklinik

    19.09.2018

    In ihrem tarifpolitischen Kampf um Entlastung der Beschäftigten in Krankenhäusern verzeichnet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen weiteren Erfolg. Am Mittwochmorgen haben Arbeitgeber und ver.di nach einem 20-stündigen Verhandlungsmarathon eine Vereinbarung zur Entlastung für die Beschäftigten am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) erzielt. Ohne diese Lösung wären die Beschäftigten mit Beginn der Frühschicht in einen unbefristeten Streik getreten. „Die Vereinbarung zur Entlastung ist ein Erfolg der Beschäftigten, die mit ihrer hohen Streikbereitschaft Druck gemacht haben. Sie wollen nicht länger ihre Gesundheit im Klinikalltag verschleißen lassen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Unsere Vereinbarungen mit Arbeitgebern zur Entlastung der Beschäftigten entbinden die Politik jedoch nicht von ihrer Pflicht, bundesweit gesetzliche Personalbemessungsvorgaben zu machen, um eine sichere Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.“

    Ein Meilenstein der Vereinbarung am UKS ist die Einführung eines verbindlichen individuellen Belastungsausgleiches. Beschäftigte, die mehrere Schichten in Unterbesetzung leisten müssen, erhalten einen Anspruch auf eine Freischicht. Zudem verpflichtet sich das UKS, 145 zusätzliche Vollzeitstellen zu schaffen, davon 15 im nichtmedizinischen Bereich.

    Zuletzt hatte ver.di nach wochenlangen Streiks Ende August an den Unikliniken Essen und Düsseldorf Vereinbarungen zur Entlastung durchgesetzt. Am Klinikum Augsburg haben Gespräche zur Entlastung bislang keine Einigung gebracht; deshalb bereitet ver.di dort Arbeitskampfmaßnahmen vor.

     

    Weitere Informationen:

    https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung/++co++99586ff8-bbf5-11e8-8fd8-525400f67940

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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