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    Fortsetzung der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Lufthansa: Beschäftigte erwarten Sicherheit

    29.06.2020

    Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutschen Lufthansa AG werden am morgigen Dienstag, dem 2. Juli 2020 fortgesetzt. ver.di verhandelt aktuell konzernweit für 35.000 Beschäftigte tarifvertragliche Lösungen im Zuge der Covid 19 Krise.

    Lufthansa fordert in den Verhandlungen in einer Liste von Krisenmaßnahmen starke Einschnitte für die Beschäftigten. ver.di fordert für Beiträge der Beschäftigten ein nachhaltiges Personalkonzept mit sozialverträglichen Maßnahmen und wirksamen Beschäftigungsschutz.

    „Bei den überaus loyalen Lufthanseaten gibt es eine große Bereitschaft, für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens einzustehen. Die Beschäftigten können es sich jedoch nicht leisten, dem Unternehmen dabei einen Blankoscheck auf ihre eigene Zukunft auszustellen“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Lufthansa habe noch immer keinen wirksamen Beschäftigungsschutz in Aussicht gestellt. „Die Beschäftigten erwarten Sicherheit. Sie sollen erst vollumfänglich über Jahre ihren Arbeitsplatz subventionieren und erhalten dafür noch nicht einmal ausreichenden Schutz vor Arbeitslosigkeit. Das ist nicht akzeptabel.“

    Entgegen betrieblicher Vereinbarungen wurden bereits vor zwei Wochen betriebsbedingte Kündigungen an dezentralen Standorten angekündigt, bei der Lufthansa Technik wurden bereits Kündigungen von Beschäftigten in Probezeit ausgesprochen. Das kritisiert ver.di scharf.
    Ein aussetzbarer Beschäftigungsschutz, wie für die Flugbegleiter an anderer Stelle vereinbart, sei für ver.di indiskutabel, so Behle.

    Die Dringlichkeit der Situation sei bekannt und die Tarifkommission habe bereits Beiträge in Aussicht gestellt, dabei seien aber auch soziale Kriterien zu berücksichtigen. Lohnverluste, die die Existenz vieler Beschäftigter gefährden, seien nicht hinnehmbar, so Behle. Ein Krisenpaket müsse neben der Sicherheit der Beschäftigten auch die mittelfristige Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichern. Einem weiteren Auseinanderfallen des Konzerns müsse daher umgehend Einhalt geboten werden. Nach den umfangreichen Staatshilfen würden die Beschäftigten zudem zu Recht Ausgründungsschutz und Beschäftigungssicherung erwarten.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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