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    Stabilisierung von Uniper ist gelungen - ver.di begrüßt die Genehmigung der EU-Kommission „mit bitterem Beigeschmack“

    Pressemitteilung vom 22.12.2022

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die beihilferechtliche Genehmigung durch die EU-Kommission. Damit können die Stabilisierungsmaßnahmen mit dem Bund als neuem Eigentümer umgehend umgesetzt werden.

    „Für die Energieversorgung in Deutschland ist es wichtig, dass Uniper durch das Stabilisierungspaket aufgefangen wurde und die Unterstützung der Bundesregierung sowie der EU-Kommission erhält. Somit ist die Zukunft für sehr viele Beschäftigte im Konzern gesichert. Das ist eine gute Botschaft“, betont Christoph Schmitz, zuständiges Mitglied im Bundesvorstand von ver.di.

    Allerdings hat die EU-Kommission im Rahmen der Genehmigung eine Reihe von strukturellen Maßnahmen festgelegt. Danach muss Uniper insbesondere eine Reihe von Verkäufen von Geschäften vornehmen, die alle bis spätestens Ende 2026 erledigt sein müssen. 

    Für die Gewerkschaft enthält deshalb die grundsätzlich frohe Botschaft zur Rettung von Uniper durchaus auch einen „bitteren Beigeschmack“.

    Nach Auffassung von ver.di bedeuten die Auflagen der Kommission in einigen Bereichen tiefe Einschnitte und erhebliche Verunsicherungen bei den betroffenen Beschäftigten. So sind in Deutschland die Beschäftigten im Kraftwerk Datteln IV und bei der Wärmegesellschaft von einem Verkauf betroffen.

     Schmitz: „Diese Information ist für die Beschäftigten sehr bitter und gerade jetzt kurz vor Weihnachten auch ein Schock. Wir werden deshalb darauf drängen, dass das Unternehmen jetzt schnell Klarheit über den weiteren Prozess zur Umsetzung der Auflagen herstellt und alles daransetzen, dass die betroffenen Kolleginnen und Kollegen umfassend sozial abgesichert werden.“

     

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    E-Mail: pressestelle@verdi.de

     

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