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    Zur Debatte über die Situation in den Kinderkliniken erklärt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler:

    Pressemitteilung vom 02.12.2022

    „Seit Jahren weist ver.di auf den drohenden Kollaps der Kinderkliniken hin. Viel zu lange haben die politisch Verantwortlichen zugeschaut, wie qualifizierte Pflegepersonen scharenweise ihren Beruf verlassen, weil ihre Arbeitsbedingungen untragbar sind. Nun sollen selbst die Pflegepersonaluntergrenzen ausgesetzt werden, die nur das absolute Minimum festschreiben und eine Patientengefährdung vermeiden sollen. Stattdessen müssen planbare Maßnahmen in den Krankenhäusern verschoben werden, um in dieser Notsituation Ressourcen freizusetzen.

    Herbeigeführt hat die Misere das Finanzierungssystem der Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG), das gerade im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin zur Unterversorgung führt. Die zusätzliche Finanzierung für 2023 und 2024, die heute im Bundestag beschlossen werden soll, löst das Problem nicht. Es bedarf einer umfassenden Reform der Krankenhausfinanzierung. Die DRGs müssen abgelöst werden von einem kostendeckenden System, das eine bedarfsgerechte pädiatrische Versorgung garantiert. Zudem braucht es eine zügige und verbindliche Umsetzung der PPR 2.0, der von ver.di, Deutscher Krankenhausgesellschaft und Deutschem Pflegerat entwickelten Personalbemessung, auch für den Bereich der Kinder- und Jugendmedizin.“

     

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    E-Mail: pressestelle@verdi.de 

     

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