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    Neckermann-Umstrukturierung: Kahlschlag ist eine soziale Katastrophe

    Neckermann-Umstrukturierung: Kahlschlag ist eine soziale Katastrophe

    27.04.2012

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die angekündigte Umstrukturierung des Versandhandelsunternehmens Neckermann und den damit verbundenen Arbeitsplatzabbau scharf kritisiert. „Die Beschäftigten wurden kalt erwischt und sind geschockt“, sagte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel am Freitag. „Was jetzt auf dem Tisch liegt, ist ein harter Schlag und in der Dimension völlig unerwartet, besonders für alle vom beabsichtigten Arbeitsplatzabbau betroffenen Kolleginnen und Kollegen.“

    Die Umstrukturierungspläne kommen gerade auch für die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat völlig überraschend. Noch in den letzten Monaten wurden zwar die Probleme, insbesondere im Bereich Textil, diskutiert, allerdings wurde gleichzeitig eine Perspektive für das Gesamtunternehmen eröffnet. Dafür waren sogar personelle Veränderungen auf der Ebene der Führung vorgenommen und entsprechende Konzepte vorgestellt worden.

    Besonders hart werden jetzt die Beschäftigten des Logistik-Bereichs getroffen. „Die Geschäftsführung will dort sämtliche 870 Arbeitsplätze streichen. Dieser Kahlschlag ist eine soziale Katastrophe“, kritisierte Nutzenberger. Dies sei umso unverständlicher, weil die Logistik-Beschäftigten noch vor wenigen Wochen einen internen Online-Preis erhalten hatten, nachdem die Arbeitszeiten in der Logistik an die Anforderungen des E-Commerce vorbildlich gestaltet worden waren.

    ver.di und die Betriebsratsgremien werden jetzt umgehend Verhandlungen mit der Unternehmensleitung aufnehmen, um möglichst viele Arbeitsplätze im Unternehmen zu erhalten.