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    „Green motion“: ver.di fordert Zusatzbudgets für nachhaltigere Film- und TV-Produktionen

    22.10.2021

    Die heutige Erklärung der Film- und Fernsehbranche in Deutschland, einheitliche ökologische Mindeststandards für nachhaltige Produktionen durchzusetzen und mit dem Label „green motion“ zu versehen, hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt. „Das ist ein starkes Signal der Branche“, erklärte das für Medien zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.

    Gleichzeitig warnte der Gewerkschafter vor einer Abwälzung der Mehrkosten auf die 30.000 Beschäftigten der Branche. „Wer den gesamten Streaming-, Film- und Fernsehbereich nachhaltig umsteuern will, muss auch deutlich seine Bereitschaft erklären, die Maßnahmen zur Schonung unserer Ressourcen durch Zusatzbudgets zu finanzieren“, sagte Schmitz. „Nach den Erfahrungen der letzten Jahre stehen immer weniger Drehtage und vielfach nur gedeckelte Budgets für aufwändigere Filmprojekte zur Verfügung. Das gibt Anlass zu der Sorge, dass wieder einmal die Beschäftigten der Branche die verbindliche Selbstverpflichtung der Unternehmen zur Einhaltung von ökologischen Mindeststandards durch finanzielle Einbußen finanzieren sollen.“ ver.di als mitgliederstärkste Gewerkschaft im Medienbereich erwarte deshalb klare Zusagen von Rundfunkanstalten, Privatsendern, Streaminganbietern und Filmförderungen, die Zusatzkosten nicht auf die Beschäftigten abzuwälzen. „Die Produktionen werden dadurch sicher teurer, aber das wird unsere Gesellschaft verkraften“, erklärte Schmitz.

    „Erfreulich ist an der Initiative, dass sich nun in der Breite neue Geschäftsmodelle mit nachhaltigeren Angeboten von Dienstleistungen, Energieversorgung und neuen Produkten ergeben. Damit setzt die Branche Transformationsimpulse, die ver.di-Mitglieder sehr begrüßen,“ so der Ausblick von Christoph Schmitz.

    Die Film- und Fernsehbranche, die typischerweise einen hohen Ressourcenverbrauch hat, will mit kurzfristigen selbstgesteckten Zielen auf eine deutliche Reduzierung des Verbrauchs fossiler Energie, Abfallmengen und Umstellung auf nachhaltige Alternativen bspw. beim Catering, Szenen-/Kostümbild hinwirken. Erste Maßnahmen sollen zum Beispiel der Bezug von Öko-Strom, die Umstellung auf LED-Scheinwerfer, mehr Bahnfahrten, umweltfreundlichere Fahrzeuge, vegetarisches Essen sowie Verzicht auf Dieselgeneratoren, Kurzstreckenflüge und Einweggeschirr sein.

    Pressekontakt

    Günter Isemeyer
    ver.di-Bundesvorstand
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