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    ver.di fordert EU-Kommission auf, Menschenrecht auf Wasser zu verwirklichen

    21.03.2019

    Der Weltwassertag erinnert am 22. März jährlich daran, dass noch immer nicht für alle Menschen das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung verwirklicht ist. Gleichzeitig lenkt er die Aufmerksamkeit darauf, dass die Ressource Wasser in Gefahr ist und als Voraussetzung allen Lebens geschützt werden muss.

    „Die Beschäftigten in der Wasserversorgung und in der Abwasserentsorgung widmen sich täglich rund um die Uhr diesen wichtigen Aufgaben und sind dabei auf Unterstützung durch gute politische Rahmenbedingungen angewiesen“, betont Andreas Scheidt, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). „Im Jahr der Europawahl fordern wir deshalb von EU-Kommission und Europäischem Parlament, das Menschenrecht auf Wasser für alle zu verwirklichen, denn die Forderungen der ersten erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „Wasser ist Menschenrecht/right2water“ von 2013 sind noch immer nicht vollständig im Europäischen Recht verankert. Gleichzeitig muss das Europäische Wasserrecht endlich flächendeckend engagiert umgesetzt werden“, so Scheidt weiter. Vor allem dürfe der Schutz der Ressource Wasser nicht länger von Agrar-, Energie- und Verkehrspolitik verhindert werden.

    ver.di fordere von der Bundesregierung und den Ländern insbesondere bei der Umsetzung der EU-Wasser-Rahmenrichtlinie, aber auch bei der Nitrat-Richtlinie mehr Engagement und Mitteleinsatz.

    „Nur, wenn das Wasser geschützt wird, bleibt das Trinkwasser auf Dauer bezahlbar. Nur Gewässer in gutem Zustand werden der Belastung durch den Klimawandel standhalten können“, erklärt Andreas Kahlert, Sprecher der ver.di-Bundesfachgruppe Wasserwirtschaft. Heute das öffentliche Gut Wasser zu schützen und die öffentliche Wasserwirtschaft zu stärken, nütze jedem und jeder Einzelnen auch in künftigen Generationen.

    Es liege gleichzeitig in der Verantwortung aller Menschen, die wertvolle Ressource bewusst zu nutzen. Auch das individuelle Verhalten könne zum Schutz der Gewässer beitragen.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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