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    Arbeitsplätze der Schlecker-Frauen sichern – ver.di will Gespräche …

    Arbeitsplätze der Schlecker-Frauen sichern – ver.di will Gespräche mit Investoren – Bundestarifkommission verschiebt tarifliche Einmalzahlung

    27.04.2012

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält ergänzend zu den Sondierungen mit dem Insolvenzverwalter rasche Gespräche mit potenziellen Investoren für die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker für erforderlich. So lasse sich am ehesten eine zeitnahe Entscheidung über einen möglichen Sanierungsbeitrag der Beschäftigten treffen. „Wir laden die interessierten Investoren ein, ver.di ihre Schlecker-Pläne zu erläutern“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke am Freitag nach einer Sitzung der Bundestarifkommission Schlecker in Ulm. Viele der nach wie vor offenen Fragen ließen sich angesichts der laufenden Investorensuche durch den Insolvenzverwalter erst dann verlässlich klären, wenn ein Investorenkonzept auf dem Tisch liege.

    Trotz dieser offenen Fragen beschloss die Bundestarifkommission, die anstehende Auszahlung einer jetzt fälligen tariflichen Einmalzahlung für die Schlecker-Beschäftigten vorübergehend zu verschieben. „Dies ist keine Vorentscheidung über einen Verzicht der Beschäftigten, sondern ein klares Signal an den Insolvenzverwalter und die potenziellen Investoren, dass die Belegschaft sich ihrer Verantwortung für die Fortführung des Unternehmens nach wie vor sehr bewusst ist“, betonte Franke.

    Um im Prozess weiter voranzukommen, sei es erforderlich, dass die Investoren bald ihr Konzept für die Zukunft von Schlecker präsentieren. Ziel der Bundestarifkommission und von ver.di sei es weiterhin, die Arbeitsplätze der Schlecker-Frauen zu sichern. Deshalb müssten betriebsbedingte Kündigungen für den Verzichtszeitraum ausgeschlossen werden, außerdem sollten weitere Filialschließungen vermieden werden. Die abschließenden Entscheidungen über einen möglichen Sanierungsbeitrag werden die ver.di-Mitglieder bei Schlecker treffen.