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    Betriebsrenten: ver.di und Talanx schließen erstmals Haustarifvertrag zum Sozialpartnermodell ab

    11.03.2021

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Talanx haben ihre Verhandlungen zum ersten Sozialpartnermodell erfolgreich abgeschlossen. Künftig erhalten rund 11.000 Beschäftigte der Talanx-Gruppe die Möglichkeit, eine betriebliche Altersvorsorge auf Grundlage einer Beitragszusage abzuschließen. ver.di-Mitglieder profitieren dabei von Sonderkonditionen. Das Modell soll zum 1. Juli 2021 starten.

    Mit dem Sozialpartnermodell beschreiten beide Seiten Neuland: „Der Gesetzgeber hat mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz die Möglichkeiten für die Ausgestaltung der betrieblichen Altersversorgung erweitert. Zu den bewährten Durchführungswegen, die wir erhalten wollen, gesellt sich nun mit der Beitragszusage eine neue Variante, die trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase langfristig eine attraktive Rendite ermöglicht“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.

    ver.di und Talanx hätten fast zwei Jahre miteinander verhandelt. „Für ver.di waren die Verhandlungen zum ersten Sozialpartnermodell eine Herausforderung, weil es nicht nur um den Abschluss eines Tarifvertrages ging, sondern auch ein Modell der betrieblichen Altersvorsorge entwickelt wurde, das einerseits durch höhere Renditen zu höheren Betriebsrenten führen, andererseits aber auch Sicherheit und Planbarkeit für die Beschäftigten schaffen soll. Dies ist mit unserem Abschluss gelungen“, sagt Schmitz. Die erforderliche Sicherheit werde durch neue Mechanismen geschaffen, an denen sich die Arbeitgeberseite auch finanziell beteilige.

    Das Betriebsrentenstärkungsgesetz weise den Gewerkschaften zudem eine neue Rolle in der betrieblichen Altersvorsorge zu. „Das Sozialpartnermodell ist nur mit-tels Tarifvertrag zu realisieren. Tarifverträge gibt es aber nur, wenn sich Beschäftigte in Gewerkschaften organisieren. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass wir auf der Kostenseite für ver.di-Mitglieder einen Rabattvorteil vereinbaren konnten, denn ohne die ver.di-Mitglieder bei der Talanx gäbe es diese neue betriebliche Altersvorsorge gar nicht“, so Schmitz. „Die Versorgungsempfänger sollen im Sozialpartnermodell durch die Gewerkschaft eine starke Vertretung haben, die im Interesse der Beschäftigten die Entwicklung der Betriebsrenten mit beeinflusst und überwacht. Dafür stehen wir ein.“

    Realisiert wird die betriebliche Altersversorgung nach dem Sozialpartnermodell unter dem Dach „Die Deutsche Betriebsrente“, bei der die internationalen Konzerne Talanx und Zurich miteinander kooperieren.

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    Jan Jurczyk
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