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    ver.di verhandelt für Saisonale Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa

    11.11.2019

    Nach mehrwöchigen Sondierungsgesprächen nimmt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) heute (11. November) mit der Lufthansa-Geschäftsführung Verhandlungen für die rund 3.500 Saisonalen Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter (SMK) auf: „Gerade diese Personengruppe leidet besonders unter den derzeitigen Tarifstrukturen. Bereits bei Low-Cost-Carriern haben wir vormals zum Teil prekäre Arbeitsbedingungen spürbar verbessert. Für und mit den SMK-Beschäftigten müssen die aktuellen Missstände beseitigt werden“, sagt Mira Neumaier, ver.di-Verhandlungsführerin. Die SMK sind ausschließlich an den Flughäfen Frankfurt und München stationiert.

    Nach ver.di-Einschätzung schiebt das Unternehmen derzeit Teile des unternehmerischen Risikos auf diese Kräfte ab. Es wurden in der Vergangenheit Tarifstrukturen erschaffen, in denen SMK-Kräfte wesentlich weniger Geld verdienen als der Rest der Belegschaft. So liegen ver.di Fälle vor, in denen SMK-Flugbegleiterinnen und -Flugbegleiter, gerade im Winterflugplan, nicht über den Mindestsatz von 1500 Euro brutto kommen, was Nettovergütungen von unter 950 Euro entspricht.
    „Mit diesem Niedriggehalt ist es in Ballungsräumen wie München und Frankfurt nahezu unmöglich, eine Wohnung zu finanzieren und die Existenz zu bestreiten“, so Neumaier.

    Deshalb fordert ver.di im Kern für die Beschäftigten im SMK sofortige Verbesserungen. Darüber hinaus muss es eine klare Regelung geben, die die SMK-Kräfte nicht mehr benachteiligt.

    „Lufthansa muss noch in diesem Winter Abhilfe abschaffen, um allen Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern die Möglichkeit zu geben, sichere, planbare und existenzsichernde Lebens- und Arbeitsbedingungen zu bekommen“, sagt Neumaier.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
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