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    Öffentlicher Dienst der Länder: Verhandlungsauftakt ohne Ergebnis

    Öffentlicher Dienst der Länder: Verhandlungsauftakt ohne Ergebnis

    16.02.2015

    Der Auftakt der Tarifverhandlung für den öffentlichen Dienst der Länder ist heute ohne Ergebnis geblieben. „Ich habe den Eindruck, dass es von beiden Seiten das Interesse gibt, die Verhandlungen konstruktiv zu führen“, sagte der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, nach der ersten Verhandlungsrunde in Berlin. Ziel der Gewerkschaften sei eine rasche Einigung am Verhandlungstisch. Allerdings würden die Verhandlungen durch die Arbeitgeber-Forderungen nach Änderungen bei der betrieblichen Altersversorgung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst erschwert. „ver.di lehnt jeglichen Eingriff in die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung ab“, betonte Bsirske.

    Neben einer deutlichen Einkommensverbesserung, der Übernahme von Auszubildenden und dem tariflichen Ausschluss sachgrundloser Befristungen sei es das Ziel der Gewerkschaften, eine tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte zu erreichen, deren Bezahlung bislang einseitig von den Arbeitgebern festgesetzt wird. „Dieser Anachronismus muss beendet werden“, unterstrich Bsirske.

    ver.di fordert für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die verbindliche Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung im erlernten Beruf sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich und eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs für Auszubildende von 27 auf 30 Tage. Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und inhaltsgleich auf die 1,2 Millionen Beamtinnen und Beamten sowie rund 700.000 Versorgungsempfänger (Pensionäre) übertragen werden.

    ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der GdP, der GEW und dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen werden in der zweiten Runde am 26. und 27. Februar 2015 in Potsdam fortgesetzt.