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    Deutsches Rotes Kreuz: ver.di erzielt Tarifergebnis

    Deutsches Rotes Kreuz: ver.di erzielt Tarifergebnis

    05.06.2018

    Im bundesweiten Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) für die Beschäftigten im Geltungsbereich des DRK-Reformtarifvertrages haben die Tarifvertragsparteien am Dienstag in Berlin in der vierten Verhandlungsrunde ein Ergebnis erzielt. „Mit einer Entgelterhöhung von 7 bis 10,5 Prozent haben wir gutes Ergebnis erzielt, das ohne die Warnstreiks und Aktionen der Beschäftigten nicht möglich gewesen wäre“, sagte Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand. „Die Verdoppelung des Nachtarbeitszuschlags ist ein wichtiges Zeichen für die Kolleginnen und Kollegen, dass die hoch belastende Nachtarbeit endlich besser vergütet wird. Die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zeigt, wie wichtig junge Leute für die Zukunft des DRK sind.“

    Im Einzelnen sieht der Tarifvertrag, der eine Laufzeit vom 1. April 2018 bis zum 30. September 2020 hat, zunächst eine Einmalzahlung von 220 Euro für alle vor, auch für die Auszubildenden. Ab dem 1. Juli werden die Entgelte um durchschnittlich 2,88 Prozent erhöht. Ab dem 1. Mai 2019 folgt eine Steigerung um durchschnittlich 3,20 Prozent, und ab dem 1. April 2020 werden die Entgelte um durchschnittlich 1,93 Prozent erhöht. Auszubildende erhalten ab dem 1. September 75 Euro mehr, ab dem 1. September 2019 weitere 75 Euro und ab dem 1. März 2020 noch einmal 25 Euro zusätzlich. Die Jahressonderzahlung für Auszubildende wird in diesem Jahr von 50 Prozent auf 75 Prozent erhöht, und im Jahr 2019 steigt sie dann auf 90 Prozent. 

    Der Nachtarbeitszuschlag wird ab dem 1. Januar 2019 von 1,50 Euro pro Stunde auf 2,50 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2020 erfolgt eine Erhöhung auf 3 Euro pro Stunde. Künftig wird bereits die erste Rufbereitschaft als Arbeitszeit gewertet.

    Dem Tarifergebnis müssen die zuständigen Gremien noch zustimmen. Die Gewerkschaft ver.di startet nun eine Abstimmung unter ihren Mitgliedern bis Mitte Juli. Bundesweit arbeiten beim DRK insgesamt rund 150.000 Menschen. Für rund 50.000 Beschäftigte gelten die zwischen ver.di und der Bundestarifgemeinschaft DRK tariflich vereinbarten Arbeits- und Entgeltbedingungen. Die Beschäftigten dem DRK sind unter anderem tätig im Rettungsdienst, im Krankenhaus, in der Altenpflege, in der Behindertenpflege, in Kindertagesstätten und in der Bildungsarbeit.

     

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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