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    Digitalisierungsgipfel der Bundesregierung: ver.di fordert Beteiligung und verbindliche Standards zur Gestaltung der Künstlichen Intelligenz

    29.11.2018

    Vor dem Digitalisierungsgipfel der Bundesregierung am Montag (3.12.) fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), verbindliche Standards zur Gestaltung der Künstlichen Intelligenz (KI) gesellschaftlich zu debattieren und festzulegen. „Das maschinelle Lernen, auch Künstliche Intelligenz genannt, führt zu Umbrüchen in Unternehmen und in der Gesellschaft. Dieser Prozess muss demokratisch gestaltet werden. Uns geht es neben der Debatte um eine Nützlichkeitsvision der KI vor allem um soziale und ethische Standards“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder. Zudem seien Transparenz sowie eine Einbeziehung von Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen entscheidend.


    Notwendig sei, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu kennzeichnen, so Schröder weiter. „Bürgerinnen und Bürger, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Erwerbstätige müssen stets wissen, ob sie mit einem Menschen oder mit einer KI-Maschine kommunizieren.“ Um die Persönlichkeitsrechte der Erwerbstätigen zu wahren, müsse ein eigenständiges Beschäftigtendatenschutzgesetz auf den Weg gebracht werden.


    Für den Einsatz von KI in Unternehmen fordert ver.di eine frühzeitige Beteiligung von Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen. „Die Ziele und Zwecke von Künstlicher Intelligenz müssen vorher definiert werden, Betriebsräte müssen hierbei künftig mitbestimmen“, so Schröder. „Wir brauchen dringend ein Update der betrieblichen Mitbestimmung, um unsere Rolle wahrnehmen zu können.“ Die Mitbestimmung müsse auf den gesamten Schutz der Persönlichkeitsrechte ausgeweitet werden. „Der Schutz der persönlichen Daten der Beschäftigten im Betrieb muss permanent gewährleistet sein, von der Bewerbungsphase bis zum Renteneintritt.“


    Am 21./22. Mai 2019 findet in Berlin der jährliche ver.di-Digitalisierungskongress statt. Schwerpunktthema im Mai wird die Künstliche Intelligenz sein.

    Weitere Informationen (ver.dis erste KI-Positionierung):
    innovation-gute-arbeit.verdi.de/themen/digitale-arbeit/beschluesse-und-positionen  

    Für Rückfragen: Nadine Müller, Tel. 030-6956.1365

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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