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    ver.di: Arbeitnehmerrechte bei Uniper umfassend schützen

    ver.di: Arbeitnehmerrechte bei Uniper umfassend schützen

    20.09.2017

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) beurteilt die heutige Ankündigung des Energiekonzerns E.ON SE zur möglichen Über-nahme von Uniper durch die finnische Fortum Corporation kritisch.

    „Es ist sehr unschön, dass die Beschäftigten bei Uniper über die Presse von der geplanten Übernahmeoffensive von Uniper durch Fortum erfahren müssen. Dies passiert aber leider, wenn das Unternehmen in so wichtige Schritte nicht vorab eingebunden wird. Dieses Verhalten lässt Rückschlüsse für die Beweggründe von Fortum zu“, kritisierte Volker Stüber, Leiter der ver.di-Fachgruppe Energie. „Bislang weiß niemand, welches Unternehmenskonzept Fortum im Falle einer erfolgreichen Transaktion verfolgen will und was dies für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten bedeuten würde.“ Die Beschäftigten, die bereits seit der Spaltung des E.ON-Konzerns große Beiträge zur Zukunftssicherung von Uniper gebracht haben, hätten laut Stüber jetzt ein Recht auf frühzeitige Information und Einbindung.

    Eine mehrheitliche Übernahme erscheine „von außen betrachtet“ keineswegs die beste Lösung zur zukünftigen Unternehmensentwicklung von Uniper, erklärte der Gewerkschafter. Die Beschäftigten sollten auf die Worte des E.ON-Vorstandes vertrauen dürfen, dass Uniper ein unabhängiges, eigenständiges Unternehmen bleiben soll. Die Gewerkschaft ver.di habe daher bislang darauf gesetzt, dass E.ONs verbleibende knapp 47 Prozent an Uniper schrittweise an die Börse gebracht werden und eine weite Streuung der Anteilseigner am ehesten Garant für eine organische Weiterentwicklung des Uniper-Konzerns sei.

     

    Für Rückfragen:
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