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    Beschäftigte von Vattenfall protestieren in Berlin

    Beschäftigte von Vattenfall protestieren in Berlin

    26.02.2010

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Beschäftigte bei Vattenfall zu einer Protestaktion am 3. März in Berlin aufgerufen. Um 13 Uhr startet ein Demonstrationszug vom Lützowplatz zur schwedischen Botschaft (Stülerstraße/Ecke Rauchstraße).

    Hintergrund der Proteste sind die Pläne des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall, Personalkosteneinsparungen in Höhe von 180 Millionen Euro im Jahr vorzunehmen. Dazu sollen rund 1.500 Stellen der insgesamt rund 20.000 Stellen abgebaut und die Einkommen der Beschäftigten drastisch gekürzt werden. „Es ist ein Skandal, dass Vattenfall Europe in Deutschland trotz eines beachtlichen Gewinns von 1,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr die Beschäftigten, die maßgeblich zu diesem Gewinn beigetragen haben, zur Kasse bitten will“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. „Das werden wir uns nicht gefallen lassen, und das werden die Arbeitnehmer am Mittwoch lautstark zum Ausdruck bringen!“ Vattenfall beabsichtige, einzelne Dienstleistungsbereiche auf Tochterunternehmen mit deutlich niedrigerem Tarifniveau auszugründen und für weitere Dienstleistungsunternehmen eigene Haustarifverträge zu verhandeln, betonte Ott. Die Betroffenen würden durch diese Planungen des Vattenfall-Vorstandes rund 30 Prozent Einkommen verlieren. Für einen Beschäftigten der ehemaligen Bewag mit durchschnittlichem Einkommen könne der Verlust zwischen 8.000 und 10.000 Euro pro Jahr betragen. Ein solches Ansinnen sei desaströs und untragbar. Zum 1.Januar 2007 sei für Vattenfall ein Konzerntarifvertrag in Kraft getreten, der das bis dahin in den einzelnen Ursprungsunternehmen geltende Tarifrecht vereinheitlichen würde. Bereits hierfür habe ein großer Teil der Beschäftigten auf Bestandteile des Einkommens verzichtet, um die Einführung des Tarifwerks zu ermöglichen. Die jetzt vom Vorstand der Vattenfall AG konkretisierten Sparmaßnahmen würden vor dem Hintergrund des erzielten Gewinns auf völliges Unverständnis bei den Beschäftigten stoßen. Für Rückfragen: Volker Stüber unter 0170-5621559

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    Christoph Schmitz
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