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    ver.di-Vorsitzender Bsirske stärkt Streikenden der Unikliniken Düsseldorf und Essen den Rücken: »Ich bin absolut überzeugt, dass wir diese Auseinandersetzung gewinnen«

    04.07.2018

    Prominente Unterstützung für die Streikenden der Unikliniken Düsseldorf und Essen: Am Mittwoch besuchte der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, die Beschäftigten, die sich für Tarifverträge für Entlastung und mehr Personal einsetzen. „Dass die Belegschaft einer Uniklinik in den unbefristeten Streik tritt, ist nicht alltäglich“, sagte Bsirske. „Die politisch Verantwortlichen haben den schwelenden Pflegenotstand viel zu lange ignoriert. Die Beschäftigten der Kliniken gehen täglich an ihre Grenzen und darüber hinaus, um die Patientenversorgung zu gewährleisten. Das kann so nicht weitergehen! Damit muss Schluss sein!“

    „Es ist gut, dass ihr eure Sache selbst in die Hand nehmt. Das macht viel Mut“, sagte Bsirske vor den Streikenden. Die Bedeutung des Tarifkonflikts an der Düsseldorfer Uniklinik gehe weit über den Betrieb und die Region hinaus. „Es geht auch um die Frage, ob im Gesundheitswesen betriebswirtschaftliche Kennziffern im Vordergrund stehen oder die Menschen, die ein Anrecht auf eine bestmögliche Versorgung haben.“ Bsirske weiter: „Die Streikenden haben die Solidarität der gesamten Gewerkschaft, so lange, wie das nötig sein wird. Ich bin absolut überzeugt, dass wir diese Auseinandersetzung gewinnen.“

    An die Arbeitgeber appellierte Bsirske, endlich in ernsthafte Verhandlungen mit ver.di über einen Tarifvertrag zur Entlastung einzutreten. An der Uniklinik Düsseldorf sei es zudem überfällig, Tarifverträge für die Tochterunternehmen im Servicebereich zu schließen. „Es kann nicht sein, dass Beschäftigte für die gleiche Arbeit bis zu 400 Euro weniger im Monat nach Hause bringen – und das in einem landeseigenen Unterneh-men“, kritisierte Bsirske. „Auch in den Servicegesellschaften muss der Tarifvertrag der Länder gelten. Die Landesregierung muss hier endlich ihrer Verantwortung nachkom-men und den Vorstand zur Einhaltung tariflicher Standards bewegen.“

    Nach Kundgebungen mit den Streikenden in Düsseldorf und Essen machte Bsirske den ersten Spatenstich zur Errichtung eines Streikzelts an der Uniklinik Essen. Dieses steht an historischem Ort vor dem Haupteingang der Uniklinik Essen: Hier stand auch das Streikzelt während der großen Tarifauseinandersetzung von 2006. Damals streikten die nordrhein-westfälischen Unikliniken 16 Wochen lang für einen Tarifvertrag – mit Erfolg. „Schon 2006 haben die Beschäftigten der Unikliniken in NRW bewiesen, dass sie auch harte und langwierige Tarifkonflikte durchstehen können“, erklärte Wolfgang Cremer, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen bei ver.di NRW. „Auch jetzt haben wir einen langen Atem, um die dringend nötige Entlastung durchzusetzen.“

    Für Rückfragen:
    Wolfgang Cremer (ver.di-Fachbereichsleiter NRW), 0171.932.05.41
    Katharina Schwabedissen (ver.di Fachbereich NRW) 0151.296.07.12

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