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    Postbank: Beschäftigte verstärken Druck vor der dritten Verhandlungsrunde

    Postbank: Beschäftigte verstärken Druck vor der dritten Verhandlungsrunde

    05.09.2019

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat für den heutigen Donnerstag (5. September 2019) Postbank-Beschäftigte unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Frankfurt/Main zu erneuten Warnstreiks aufgerufen, in Stuttgart und Karlsruhe wird es Kundgebungen geben. In den kommenden Tagen werden die Streiks dann bundesweit ausgeweitet. Damit soll Druck auf die Arbeitgeber der DB Privat- und Firmenkundenbank AG gemacht werden, in der nächsten Verhandlungsrunde am 9. und 10. September in Königswinter ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 13. und 14. August hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt.

    „Wir erwarten, dass die Arbeitgeber sich in der nächsten Runde endlich bewegen, statt immer wieder mit neuen Gerüchten rund um den Konzernumbau für Verunsicherung zu sorgen “, betont ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Die Erträge im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden würden sich in Deutschland im 2. Quartal 2019 auf 1,7 Milliarden Euro belaufen, das sei ein Anstieg um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach eigenen Angaben der DB PFK AG glichen u.a. gestiegene Geschäftsvolumen niedrigere Zinsmargen im Einlagengeschäft mehr als aus. „Dieser Erfolg wurde von den Beschäftigten unter schwierigsten Bedingungen erwirtschaftet, das muss jetzt Früchte tragen“, so Duscheck.
    Durch die Warnstreiks werde es in den kommenden Tagen zu Verzögerungen in den Arbeitsabläufen, Einschränkungen im Zahlungsverkehr und Filialschließungen kommen. Gestern hatte es bereits Warnstreiks in München und im Großraum München gegeben.

    Verhandelt wird für rund 12.000 Beschäftigte bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Kreditservice und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, PB Firmenkunden AG).

    ver.di fordert unter anderem die Erhöhung der Gehälter um 7 Prozent, mindestens 200 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Beschäftigten sollen dabei wählen können, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit erhalten möchten. Des Weiteren fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Für ver.di-Mitglieder werden außerdem sechs Gesundheits- und Entlastungstage gefordert.

    Die dritte Verhandlungsrunde findet am 9. und 10. September 2019 in Königswinter statt.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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