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    Tarifverhandlungen Deutsche Post AG: ver.di droht mit Warnstreiks

    Tarifverhandlungen Deutsche Post AG: ver.di droht mit Warnstreiks

    21.02.2018

    Nachdem auch in der dritten Verhandlungsrunde für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG kein Durchbruch erzielt werden konnte, kündigte die Gewerkschaft ver.di an, den Druck zu erhöhen. "Die Tarifverträge sind Ende Januar ausgelaufen, wir erwarten jetzt eine deutliche Tariferhöhung. Die Post will in 2018 bisher noch nicht einmal eine lineare Erhöhung vereinbaren. In der nächsten Verhandlungsrunde muss ein Ergebnis her. Das werden unsere Mitglieder in den nächsten Tagen deutlich machen", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis nach dem Ende der Verhandlungen am Abend in Wiesbaden. Zu Ort und Zeitpunkt möglicher Warnstreikmaßnahmen äußerte sie sich Kocsis nicht.

    ver.di fordert eine lineare Erhöhung der Einkommen und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Überdies soll eine tarifvertragliche Wahlmöglichkeit geschaffen werden, wonach der einzelne Beschäftigte einen Teil der zu vereinbarenden Tariferhöhung in freie Zeit umwandeln kann. Das bislang einmal jährlich aufgrund einer Leistungsbeurteilung gezahlte variable Entgelt will ver.di durch einen festen monatlichen Betrag ablösen. Zudem soll für die rund 32.000 Beamtinnen und Beamten des Unternehmens die so genannte Postzulage fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzahlung für Bundesbeamte.

    Die nächste Verhandlungsrunde ist am 26./27. Februar in Bonn.

    Pressekontakt

    Günter Isemeyer
    ver.di-Bundesvorstand
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    Fax: 030/6956-3001
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