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    Tarifrunde Sana Kliniken AG: ver.di fordert verbessertes Angebot des Arbeitgebers

    11.09.2020

    Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Sana Kliniken AG am Montag (14.9.20) fordert ver.di ein neues Angebot des Arbeitgebers. „Wir erwarten, dass Sana mit einem deutlich verbesserten Angebot in die nächsten Verhandlungen einsteigt“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Für dieses Jahr wolle der Arbeitgeber die Beschäftigten mit einer Einmalzahlung von 500 Euro abspeisen, und die für das kommende Jahr angebotenen Tabellenerhöhungen reichten nicht aus, um die Entgelte aller Beschäftigten auf das Vergütungsniveau der kommunalen Krankenhäuser anzuheben. „Das ist zu wenig. In einer Zeit, in der die Beschäftigten unter Pandemie-Bedingungen täglich Herausragendes leisten, erwarten sie eine materielle Aufwertung ihrer Arbeit und eine Angleichung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.“ Sollte es zu keiner Einigung kommen, seien Arbeitskampfmaßnahmen nicht ausgeschlossen. „Auch unter Corona-Bedingungen können sich die Beschäftigten, unter Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzregeln, zur Wehr setzen.“

    Verhandelt wird für die bundesweit rund 8.500 Beschäftigten, die in den 16 Sana-Kliniken arbeiten, die unter den Konzerntarifvertrag fallen. Insgesamt hat Sana rund 35.000 Beschäftigte (inklusive Service-Töchter) und 53 Kliniken, von denen zehn den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) anwenden.
    In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di eine Erhöhung der Entgelte auf das Niveau des TVöD, mindestens jedoch eine Erhöhung für alle Beschäftigten von acht Prozent. Die Ausbildungsentgelte sollen ebenfalls auf das Niveau des TVöD angehoben werden.

    Überall würden gute und engagierte Beschäftigte für die Kliniken gesucht, so Bühler weiter. „Klatschen reicht nicht – Anerkennung muss sich auch in besserer Bezahlung zeigen.“ Es könne nicht sein, dass ein privater Klinikkonzern mit Beitragsgeldern Gewinne erziele, seinen Beschäftigten aber die Bezahlung nach dem TVöD verweigere.

    Nachdem die Beschäftigten sich bereits zum Auftakt der Tarifrunde mit einer Fotodemonstration für ihre Forderungen stark gemacht hatten, erhöhten sie nun am Donnerstag (10.9.20) mit einem bundesweiten Aktionstag den Druck auf den Arbeitgeber. Unter dem Motto „Ob Reha oder Akut - TVöD tut allen gut!“ gab es an Standorten, die unter den Konzerntarifvertrag fallen, vielfältige Aktionen.

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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