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    ver.di begrüßt Finanzhilfen für Verkehrsflughäfen

    ver.di begrüßt Finanzhilfen für Verkehrsflughäfen

    12.02.2021

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Unterstützung der deutschen Verkehrsflughäfen.

    „In dieser dramatischen und äußerst belastenden Situation ist das ist ein wichtiges Signal der Unterstützung auch für die Beschäftigten an den Flughäfen“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle.

    Hintergrund ist, dass sich die Bundesregierung am Donnerstag (11. Februar 2021) auf Finanzhilfen für die Verkehrsflughäfen geeinigt hat. Das Bund-Länder-Gesamtpaket umfasst einmalige Zuschüsse von mehr als einer Milliarde Euro. Neben den Zahlungen an die drei Flughäfen mit Bundesbeteiligung will der Bund mit 200 Millionen Euro nicht rückzahlbaren Zuschüssen zwölf größere Flughäfen unterstützen. Damit werden Kosten für das Offenhalten von Flughäfen zu Beginn der Corona-Pandemie erstattet. Das Paket sieht weiter vor, dass der Bund für kleine Regionalflughäfen die Kosten für Flugsicherungsdienstleistungen übernimmt.

    „Wir begrüßen, dass mit diesen Geldern die stark getroffenen Unternehmen der Luftverkehrsbranche entlastet werden. Die Beschäftigten an den Flughäfen brauchen Sicherheit und Perspektiven. Die jetzt vereinbarte finanzielle Unterstützung ist dazu ein wichtiger Schritt“, so Behle.

    Die Sicherung von Arbeitsplätzen und einen Schutz vor Kündigungen an den kommunalen Flughäfen bis Ende des Jahres 2023 konnte ver.di in einem Notlagentarifvertrag bereits im Dezember durchsetzen. Dieser Notlagentarifvertrag zwischen ver.di und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst an den kommunalen Flughäfen und deren Tochtergesellschaften wurde von fast allen beteiligten Flughäfen angenommen.

    Einzelne Flughäfen wie der Flughafen Düsseldorf hatten dem allerdings nicht zugestimmt. Der Flughafen Düsseldorf plant trotz weitreichender öffentlicher Unterstützungsgelder Entlassungen von über 600 Beschäftigten. Dieses Vorgehen kritisiert ver.di scharf.

     

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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