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    Speditionsbranche: ver.di fordert mehr Transparenz und Kontrolle bei Frachtentgelten - Lohn-und Sozialdumping bekämpfen

    08.04.2020

    Zur Eindämmung des um sich greifenden Sozial- und Lohndumpings in der Speditionsbranche fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
    (ver.di) die Einrichtung einer offiziellen Informationsplattform, bei der offensichtlich illegale Angebote für Frachtdienstleistungen ('Frachtraten') erfasst werden. "Wenn illegale Angebote öffentlich werden, können mit Hilfe der Finanzkontrolle Schwarzarbeit die schwarzen Schafe identifiziert werden. Das hilft den Beschäftigten ebenso wie den fairen Unternehmen", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis am Mittwoch.

    Gegenwärtig bahnt sich eine weitere deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Fahrerinnen und Fahrer an. Grund dafür sei, dass vor allem die großen Branchen-Unternehmen die Frachtraten extrem unter Druck setzen würden, klagte Kocsis. In der Folge würden Angebote abgegeben, die nicht mehr mit dem Mindestlohngesetz und dem Kabotage-Verbot vereinbar sind. "Es nützt den LKW-Fahrerinnen und -Fahrern überhaupt nichts, als Helden der Corona-Krise gefeiert zu werden, wenn die großen Unternehmen gleichzeitig die Frachtraten und damit einhergehend die Löhne drücken. Viele Betroffene erhalten - wenn überhaupt - nur noch den gesetzlichen Mindestlohn", betonte Kocsis. Sie seien am Ende die Leidtragenden, die nicht nur unter extrem schlechten Bedingungen, sondern aus Angst um einen Jobverlust am Rande der Legalität arbeiten müssten, betonte Kocsis.

    Für eine funktionierende Gesellschaft mit moderner Infrastruktur seien Speditions-und Logistikdienstleister mit motivierten Beschäftigten unverzichtbar, das zeige sich gerade in der Krise sehr deutlich. Deshalb müsse der Gesetzgeber jetzt eingreifen und für Transparenz und Kontrolle sorgen, so Kocsis.

    Pressekontakt

    Jan Jurczyk
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