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    Proteste gegen Rentenreform in Frankreich: ver.di steht an der Seite der französischen Gewerkschaften

    Pressemitteilung vom 19.01.2023

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) unterstützt die französischen Gewerkschaften in ihrem Kampf gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. „Die Pläne der Regierung von Emmanuel Macron sind bedrohlich für die Menschen in Frankreich und dürfen nicht zu einem weiteren schlechten Beispiel für die Lösung angeblicher Probleme mit den Altersrenten in anderen Ländern, vor allem aber auch in Deutschland werden. Deswegen stehen wir an der Seite der französischen Gewerkschaften in ihrem Kampf gegen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke in Berlin.

    In Frankreich haben die Gewerkschaften am heutigen Donnerstag (19. Januar 2023) zu einem landesweiten Protest- und Streiktag aufgerufen, um die Rentenreform zu verhindern. Die Pläne der französischen Regierung sehen unter anderem eine schrittweise Verlängerung der Lebensarbeitszeit um zwei auf 64 Jahre vor. Gleichzeitig soll die Mindestbeitragsdauer zum Bezug einer abschlagsfreien Rente von 41,5 auf 43 Jahre verlängert werden.

    Ungeachtet der Unterschiede zwischen den Rentensystemen in Frankreich und Deutschland laufe die politische Diskussion in eine ähnliche Richtung: „Wer die Diskussion um die Anpassung der Altersrenten auf rein demografische Fragen verengt, untergräbt das Umlagesystem, stellt die Sicherheit der Renten in Frage und weicht der überfälligen Verteilungsdebatte aus. Ob in Frankreich oder Deutschland: Die Sicherheit der Alterssicherungssysteme ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der endlich auch die starken Schultern einen angemessenen Beitrag leisten müssen“, betonte Werneke.

     

    Pressekontakt

    Jan Jurczyk
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    E-Mail: pressestelle@verdi.de

     

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