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    Tarifkonflikt Deutsche Post AG: ver.di und Deutsche Post AG nehmen …

    Tarifkonflikt Deutsche Post AG: ver.di und Deutsche Post AG nehmen Verhandlungen zur Arbeitszeit auf

    18.03.2015

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Deutsche Post AG nehmen am Donnerstag (19. März 2015) in Bonn die Tarifverhandlungen zur Arbeitszeit auf. ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifkräfte des Unternehmens eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die entsprechenden tarifvertraglichen Regelungen sind zum 31. März 2015 gekündigt. „Wir erwarten von der Deutschen Post AG in dieser ersten Runde ernsthafte und konstruktive Verhandlungen über die von uns aufgestellte Forderung zur Arbeitszeitverkürzung“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

    Hintergrund des Tarifkonfliktes ist der Bruch des Vertrages zum Schutz vor Fremdvergabe durch die Deutsche Post AG (DPAG) und ihre Flucht aus dem bestehenden Haustarifvertrag. Für den Schutz vor Fremdvergabe hätten die Beschäftigten bereits einen Preis gezahlt, dem nach dem Vertragsbruch keine ausreichende Sicherheit mehr gegenüber stehe. Die Forderung zur Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich sei eine Reaktion auf den Vertragsbruch, mit der dieser kompensiert werde, betonte Kocsis.

    Der bestehende Vertrag zum Schutz vor Fremdvergabe legt fest, dass die DPAG bei der Zustellung von Briefen und Paketen maximal 990 Paketzustellbezirke an konzerninterne oder externe Unternehmen vergeben darf. Mit dem Aufbau eines flächendeckenden Netzes für die Paketzustellung durch die neugegründeten 49 Regionalgesellschaften flieht die DPAG aus dem Haustarifvertrag und bricht den Vertrag zum Schutz vor Fremdvergabe.

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    Jan Jurczyk
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