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    ver.di fordert 150 Euro für Beschäftigte an kommunalen Krankenhäusern

    ver.di fordert 150 Euro für Beschäftigte an kommunalen Krankenhäusern

    27.06.2006
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für alle Beschäftigten der kommunalen Krankenhäuser einschließlich der Ärztinnen und Ärzte 150 Euro mehr pro Monat als Fahrtkostenausgleichspauschale. Die Bundesregierung habe beschlossen, die Pendlerpauschale erheblich zu reduzieren. Gleichzeitig seien die Spritkosten sowie die Fahrpreise im öffentlichen Personennahverkehr gestiegen. Angesichts der hohen Belastungen der Beschäftigten in den Krankenhäusern sehe ver.di daher dringenden Bedarf für einen Ausgleich bei den Einkommen, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke zur Begründung. Die Rahmenbedingungen im Krankenhaus hätten sich in den vergangenen Monaten gewandelt. Einzelne kommunale Arbeitgeber vereinbarten in jüngerer Zeit tarifliche Verbesserungen ausschließlich für Ärztinnen und Ärzte. Bei den Verhandlungen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) mit dem Marburger Bund deute sich eine ähnliche Entwicklung an. Dagegen rege sich zunehmend Unmut bei anderen Beschäftigtengruppen. „Wenn Spielräume für bessere Vergütungen im Krankenhaus vorhanden sind, so müssen sie für alle Beschäftigtengruppen genutzt werden“, sagte Paschke weiter. Denn alle Gruppen leisteten unter belastenden Arbeitsbedingungen rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche ihren Beitrag zur Krankenversorgung. „Wir wollen Gleichbehandlung der Beschäftigtengruppen“, betonte Paschke. Verhandlungen über Vergütungen im Krankenhaus müssten ein Gesamtpaket für alle Bereiche beinhalten. Auch der ver.di-Tarifabschluss mit den Ländern enthalte Verbesserungen für alle Berufsgruppen. In der Vergangenheit habe der Personalabbau zudem überdurchschnittlich stark die Pflege betroffen. Separate Verhandlungen mit dem Marburger Bund erhöhten die Gefahr, dass die Lasten des Personalabbaus von allen Beschäftigten getragen werden müssten, während Einkommensverbesserungen nur Ärztinnen und Ärzten vorbehalten seien. Paschke wies darauf hin, dass unter den Beschäftigten die Verärgerung auch deshalb wachse, weil die kommunalen Arbeitgeber den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) nur schleppend und teilweise sogar tarifwidrig zum Nachteil der Beschäftigten umsetzten. Auch versuchten die Arbeitgeber bei den laufenden Verhandlungen für das neue Eingruppierungsrecht zum TVöD die Krankenhausbeschäftigten zu benachteiligen.

    Pressekontakt

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