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    ver.di ruft Flugbegleiterinnen zum Streik bei Ryanair auf

    ver.di ruft Flugbegleiterinnen zum Streik bei Ryanair auf

    11.09.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Flugbegleiterinnen bei Ryanair in Deutschland zum ganztägigen Streik am Mittwoch, dem 12. September 2018 an allen deutschen Standorten auf.
    Nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der Fluggesellschaft Ryanair am 5. September ohne Ergebnis verlaufen war, ruft ver.di die Beschäftigten zum Arbeitskampf auf, um Druck auf die Arbeitgeber zu machen. Bei den Verhandlungen geht es um rund 1.000 Flugbegleiter/innen bei Ryanair in Deutschland.
    Das bislang vorliegende Entgeltangebot ist für ver.di völlig indiskutabel. Es sieht für die Jahre 2018 und 2021 keine Erhöhungen vor, für 2019 die Umwandlung einer bestehenden Leistungsprämie sowie eine Erhöhung pro Flugstunde um lediglich 50 Cent und eine Erhöhung der Entgelte in 2020 um 41 Euro pro Monat. Ryanair hatte zudem das Angebot gemacht, nationale Verträge abschließen zu wollen, allerdings erst zum Jahr 2022.

    "Die Gehälter der Flugbegleiter/innen bei Ryanair sind so niedrig, dass sie nicht ausreichen, um einen auskömmlichen Lebensstandard zu sichern. Dazu kommen schlechte Arbeitsbedingungen und ein massiver Druck auf die Beschäftigten", kritisiert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Die Haltung der Arbeitgeber sei verantwortungslos.

    Zu den zentralen Forderungen von ver.di für die Kabinenbeschäftigten gehört eine substantielle Entgeltsteigerung, die das Einkommen für alle Beschäftigten existenzsicher und planbar macht. Dazu gehören unter anderem die Einführung eines Basisgehaltes für alle Flugbegleiter und die Erhöhung dieses Gehaltes. Des Weiteren fordert ver.di eine Kompensation bei Verspätungen. 

    Hinweis: Die Pressekonferenz zu der Situation bei Ryanair und anstehende Streiks am morgigen Dienstag, dem 11. September 2018 um 11:30 Uhr im ver.di-Gewerkschaftshaus, Raum 7.B Paul Klee, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin mit ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle und Verhandlungsführerin Mira Neumaier statt.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
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    Fax: 030/6956-3001
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