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    ver.di kritisiert Sperrung der Deutschen Welle in der Türkei

    ver.di kritisiert Sperrung der Deutschen Welle in der Türkei

    01.07.2022

    Die durch die türkische Aufsichtsbehörde für den Rundfunk (RTÜK) durchgeführte Sperrung der Internet-Seiten der Deutschen Welle wertet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als Schritt zur Einschränkung der Rundfunkfreiheit in der Türkei. „Die türkische Regierung muss diesen drastischen Einschnitt in die Presse- und Medienfreiheit umgehend zurücknehmen und den Zugang zum Angebot der Deutschen Welle in der Türkei wieder zulassen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. „Die Bundesregierung ist nun gefragt, sofort alle notwendigen Schritte gegenüber dem in Partnerschaft verbundenen Staat vorzunehmen.“

    Die Sperrung des Internet-Zugangs der Deutschen Welle in der Türkei trifft vor allem die Bürgerinnen und Bürger, die sich durch freie Medien informieren. „Damit die Deutsche Welle auch im Ausland ihren Auftrag erfüllen kann, darf sie nicht von staatlich angeordnete Zensurmaßnahmen getroffen werden“, so Schmitz weiter. Durch die Lizensierung stünde die Deutsche Welle in der Gefahr, dass nicht nur Inhalte eingeschränkt zugänglich gemacht würden, sondern dass auch Inhalte gelöscht werden könnten. „Ein solcher weiterer scharfer Eingriff in die Pressefreiheit ist nicht zu dulden. Die Türkei ist im internationalen Ranking der Pressefreiheit von Reporters sans frontières ohnehin erst auf Platz 149 zu finden. Mehr Pressefreiheit und Zugang auch zu Auslandsmedien brauchen die Bürgerinnen und Bürger in der Türkei, keine weitere Abschottung“, so Christoph Schmitz.

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    E-Mail: pressestelle@verdi.de 
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