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    ver.di fordert Kaufhof zu Anerkennungstarifvertrag auf – Arbeitgeber muss aufhören, einseitig Fakten zu schaffen

    26.03.2019

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat Kaufhof zu Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag aufgefordert. Die Gewerkschaft schlägt dafür mehrere Verhandlungstermine im April vor. Kaufhof hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass das Unternehmen nun in allen Tarifgebieten in die sogenannte OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) im Arbeitgeberverband gewechselt sei.

    „Die Botschaft ist klar. Die Unternehmensführung muss aufhören, Fakten zu schaffen, indem sie Tarifflucht begeht, bereits Kündigungen ausspricht und nun schon 1.800 statt 1.600 Vollzeitstellen in den Kaufhoffilialen streichen will. So führt man keine konstruktiven Verhandlungen über eine erfolgreiche Zukunft des Warenhauses“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

    Die Arbeitgeber müssten Vertrauen schaffen und keine weiteren Hürden aufbauen. Dazu gehöre auch der Schritt, zunächst einmal Anerkennungstarifverträge abzuschließen. „Wir lassen uns nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Wenn es darum geht, konstruktiv über mögliche Sanierungsschritte zu sprechen, dann nutzt es nichts, die Gräben durch einseitige Schritte immer weiter aufzureißen“, so Nutzenberger. Sie fügte hinzu: „Die Bundestarifkommission hat klargestellt, dass es ohne ein Bekenntnis zum Flächentarifvertrag, eine umfassende Standort- und Beschäftigungssicherung sowie ein nachhaltiges Zukunftskonzept, das diesen Namen auch verdient, nicht geht. Zurzeit hat man aber eher den Eindruck, dass das neue Unternehmen Galeria Kaufhof Karstadt kaputtgespart und die Existenzgrundlange von zigtausend Beschäftigten ruiniert werden soll. Man wirbt etwa mit mehr Beratung in den Filialen, streicht aber gleichzeitig Hunderte Stellen. Das ist eine Sackgasse.“

    Pressekontakt

    Eva Völpel
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