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    Generationenvertrag mit der Post ermöglicht alternsgerechtes …

    Generationenvertrag mit der Post ermöglicht alternsgerechtes Arbeiten und sichert Beschäftigung

    06.10.2011

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sich in der neunten Verhandlungsrunde mit der Deutschen Post AG (DPAG) auf ein neues Tarifmodell zu alternsgerechtem Arbeiten für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten bei der Post geeinigt. „Wir haben heute einen Generationenvertrag abgeschlossen, der es den Kolleginnen und Kollegen ermöglicht, auch unter den Voraussetzungen der Rente mit 67 gesund das Rentenalter zu erreichen und jungen Beschäftigten neue Perspektiven zu eröffnen“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Zusätzlich wurde auch der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen, betriebsbedingten Änderungskündigungen und vor einer Ausweitung der Fremdvergabe in der Brief- und Paketzustellung um 48 Monate bis Ende 2015 verlängert.

    Ein tarifvertragliches Kombinationsmodell aus Altersteilzeit und Zeitwertkonten ermöglicht es den Beschäftigten, gegen Ende des Berufslebens die Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum hinweg zu reduzieren, um dann nach einer Freistellungsphase abschlagsfrei in Rente gehen zu können. Die Freistellungsphase wird über das zuvor besparte Zeitwertkonto mitfinanziert. Der während der Altersteilzeit fällige Aufstockungsbetrag wird über einen Demografiefonds finanziert und enthält eine soziale Komponente. Beschäftigte mit geringerem Einkommen erhalten einen höheren Aufstockungsbeitrag als Beschäftigte mit einem höheren Einkommen. „Wir wollen, dass gerade die körperlich belasteten, nicht so begüterten Beschäftigten an diesem Modell teilhaben können“, unterstrich Kocsis. Die Regelungen zu den Zeitwertkonten können auch losgelöst von der Altersteilzeit für andere Freistellungszeiten genutzt werden.

    Um den jungen Beschäftigten eine dauerhafte Perspektive zu bieten und den Wissenstransfer zwischen den Generationen zu gewährleisten, werden die rund 2.580 Auszubildenden zur Fachkraft für Kurier-, Express und Postdienste (FKEP) der Einstellungsjahrgänge 2010 und 2011 unbefristet und in Vollzeit bei der Deutschen Post AG übernommen. Diese derzeit bei der Konzerntochter First Mail beschäftigten FKEP-Auszubildenden wechseln zum Jahresende in die Deutsche Post AG. Künftig bildet im Konzern allein die Deutsche Post AG zum FKEP aus. Über Entgelt verhandelt ver.di mit der Deutschen Post AG Anfang kommenden Jahres separat. Der entsprechende Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2011.