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    Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: ver.di fordert rasche Ratifizierung der ILO-Konvention gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt

    24.11.2019

    Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen (25. November 2019) fordert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger, zuständig u.a. für Gender-, Frauen- und Gleichstellungspolitik:

    „Gewalt gegen Frauen geschieht überall und auf unterschiedliche Weise. Frauen werden belästigt, geschlagen, missbraucht, vergewaltigt, zur Prostitution gezwungen oder ermordet. Allein in Deutschland erlebt jede vierte Frau Gewalt in der eigenen Familie. Aber Gewalt geschieht nicht nur im Privaten, sondern auch im Betrieb. Wir fordern deswegen, dass die Bundesregierung nun rasch die ILO-Konvention gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt ratifiziert und wirksam umsetzt.“

    Nutzenberger betonte, die im Juni 2019 verabschiedete Konvention 190 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sei ein Meilenstein und ein wichtiger Erfolg der beharrlichen Arbeit des DGB zum Thema. „Mit der Konvention existiert endlich ein internationales Instrument, das verbindliche Mindeststandards regelt und Grenzen setzt, um Beschäftigte vor Gewalt und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu schützen.“

    Die Gewerkschafterin betonte, dass viele Frauen bei der Arbeit z.T. regelmäßig mit Gewalt konfrontiert seien: „Sie erfahren etwa sexuelle Belästigung durch Arbeitskollegen oder Vorgesetzte. Arbeiten Frauen in Geschäften oder bei anderen, öffentlich zugänglichen Einrichtungen, kommt oft auch Gewalt durch Kunden oder Bürger hinzu. Das reicht von Beschimpfungen, Bedrohungen, gezielten sexuellen Anzüglichkeiten und Abwertungen bis hin zu körperlichen Angriffen oder Raubüberfällen. Respekt und Würde sind das Fundament menschengerechter Arbeit und dafür gibt die neue ILO-Konvention nun auch wichtige Orientierungen für den Abschluss von betrieblichen Regelungen oder Tarifverträgen.“

    Pressekontakt

    Eva Völpel
    ver.di-Bundesvorstand
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