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    Eisenbahn-Tarifvertrag (ETV): ver.di kündigt Warnstreiks am Montag in vier Bundesländern an

    22.04.2022

    Vor der vierten Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen e.V. (AGVDE) kündigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weitere Streikmaßnahmen für Montag, den 25. April 2022, an. Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden für bundesweit rund 6.000 Beschäftigte, die unter den Eisenbahn-Tarifvertrag (ETV) fallen, hatte die Gewerkschaft bereits am 1. April zu ersten Warnstreiks aufgerufen und erhöht nun den Druck vor der vierten Verhandlungsrunde am 26. April in Fulda. Geplant sind Aktionen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Da regional mit Beeinträchtigungen im Öffentlichen Nahverkehr zu rechnen ist, wird ver.di vor Ort rechtzeitig über die konkreten Planungen informieren.

    ver.di fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 7 Prozent. Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt eine Erhöhung von lediglich 3 Prozent angeboten. „Nach zwei Monaten Verhandlungen liegt noch immer kein vernünftiges Angebot auf dem Tisch. Jeden Monat steigen die Preise und auch der Druck auf die Beschäftigten und ihre Familien“, betont ver.di-Verhandlungsführer Volker Nüsse. „Es reicht nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, die Arbeitgeberseite muss sich endlich bewegen.“

    Unter den Eisenbahn-Tarifvertrag fallen bundesweit etwa 40 Betriebe, die mehrheitlich ÖPNV auf Straße und Schiene sowie Schienengüterverkehr betreiben. Nüsse: „Die Beschäftigten, die unter den Eisenbahn-Tarifvertrag fallen, verrichten die Arbeit, auf die es jetzt und zukünftig in der Energie- und Klimakrise besonders ankommt. In den Löhnen und Arbeitsbedingungen drückt sich dieser Stellenwert aber bisher nicht aus.“

    Seit dem 24. Februar 2022 verhandeln die Parteien über ein Tarifergebnis. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 26. April 2022 in Fulda statt.

    Der ETV, „Tarifvertrag für die Bediensteten der nichtbundeseigenen Eisenbahnen und von Kraftverkehrsbetrieben“, regelt die Arbeitsbedingungen und Entgelte von etwa 6.000 Beschäftigten in rund 40 Betrieben in ganz Deutschland. Tarifparteien sind die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen e.V. (AGVDE). Die dem Tarifvertrag angeschlossenen Unternehmen erbringen mehrheitlich Dienstleistungen im ÖPNV auf der Straße und der Schiene oder sind im Schienengüterverkehr tätig. Auch Hafenbetriebe und Werkstätten finden sich in dem Tarifbereich. Gehalten werden die meisten Unternehmen von Trägern der öffentlichen Hand.

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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