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    Genossenschaftsbanken: ver.di kritisiert Abbruch der Sondierung über die Tarifreform durch den Arbeitgeberverband

    19.11.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den Abbruch der Sondierung über die Tarifreform im genossenschaftlichen Bankensektor mit seinen rund 155.000 Beschäftigten durch den Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR). "Angesichts der umfassenden Veränderungen, die mit dem Tarifreformvertrag beabsichtigt sind, ist für uns nicht nachvollziehbar, dass der AVR die größte Gewerkschaft im Bereich der Genossenschaftsbanken ausschließt", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Meister. "Dieses Vorgehen zeugt von mangelnder Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen, die sich in den vergangenen Monaten an den Befragungen für die Reform beteiligt haben. Ihre Argumente sollen jetzt ungehört bleiben. Das ist ein unangemessenes Vorgehen der Arbeitgeber." Die ver.di-Tarifkommission werde nun das weitere Vorgehen beraten.


    Die Sondierung über eine Tarifreform hatte im Juli 2018 begonnen. Für ver.di zeichnete sich zuletzt immer mehr ab, dass es dem AVR nicht um ergebnisoffene Sondierungsgespräche ging. Meister: "Der AVR hat vielmehr überprüft, ob ver.di bereit ist, strukturelle Verschlechterungen der Entgelt- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Bereich der Genossenschaftsbanken mitzutragen."


    Sollten die Modernisierungsvorstellungen des AVR umgesetzt werden, drohen umfassende Verschlechterungen für die Beschäftigten insbesondere bei Gehalt/Eingruppierung und durch die Einführung des Samstags als Regelarbeitstag bei Kundenservicecentern.

     

     

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