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    Die ETF und ver.di begrüßen den deutschen Vorschlag zu Minimumpreisen für Flugreisen

    29.11.2021

    Die Europäische Transportarbeiter Föderation und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßen den Vorschlag der zukünftigen Bundesregierung für einen Mindestpreis auf Flugtickets. Gleichzeitig fordern ETF und ver.di die zukünftige Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass die Schaffung von Sozialstandards in der Airline-Branche für diesen Vorstoß ein maßgebender Teil ist.

    „Die Deregulierung und der enorme Verdrängungswettbewerb der letzten Jahrzehnte haben die Beschäftigten und ihre sozialen Standards in Lohn und Arbeitsbedingungen hart getroffen. Die künftige Bundesregierung steht in der Verantwortung, dies durch eine starke soziale Komponente in den Mindestpreisen zu ändern“, betont Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende.

    Seit vielen Jahren setze sich die ETF als europäischer Dachverband der Transportarbeiter für die Einführung eines "fairen Preissystems" in der Airline-Branche ein, welche die sozialen und ökologischen Kosten des Reisens berücksichtigen müsse. „Wir kämpfen in Europa seit Jahren für verbindliche Sozialstandards und gegen das Beschäftigungsmodell der Billigfluggesellschaften“, sagt Behle weiter und verweist auf die europäischen Billigfluggesellschaften, welche ohne Rücksicht auf Beschäftigte, Passagiere und Umwelt mit billigen Preisen locken würden.

    ETF und ver.di sind der Überzeugung, dass es die Aufgabe aller ist, durch faire Ticketpreise soziale Standards der Beschäftigten an Bord und am Boden zu verbessern, soziale und ökologische Aspekte zu fokussieren und gewachsene Tarifstandards zu sichern. Die amtierende ETF-Generalsekretärin Livia Spera bekräftigt den Vorschlag: "Ein Mindestpreis für Flüge hat das Potenzial, den Arbeitnehmern Sicherheit zu bieten und zu gewährleisten, dass die Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen in Zukunft geschützt werden können." Sie fügte hinzu, dass "ein fairer und sozialer Preis den Luftverkehrsbeschäftigten, die während der Pandemie gelitten haben, eine dringend benötigte Unterstützung bieten wird."

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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