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    ver.di ruft EON-Beschäftigte zu Warnstreiks auf

    ver.di ruft EON-Beschäftigte zu Warnstreiks auf

    19.05.2008

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten bei der E.ON Energie AG zu mehrstündigen bis ganztägigen Warnstreiks am 21. Mai aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen und das schlechte Angebot der Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde. Mit diesen ersten Warnstreiks soll Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden, ihre kompromisslose Haltung aufzugeben. Zu Beeinträchtigungen der Versorgungssicherheit durch Ausfälle in der Stromerzeugung oder einer Gefährdung der Netzstabilität wird es noch nicht kommen. In einem nächsten Schritt seien jedoch unbefristete Streiks in den großen Kraftwerken nicht ausgeschlossen, betonte verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. Damit würde E.ON gezwungen, Strom über die Strombörse zu kaufen. Dieses hätte eine massive wirtschaftliche Belastung von E.ON zur Folge.

    „Bei einer Ergebnissteigerung von über 10 Prozent und einer Steigerung der Dividende um 22 Prozent für die Aktionäre ist ein Angebot für die Beschäftigten mit einem Gesamtvolumen von 1,88 Prozent mehr als ein Hohn!“, kritisierte Ott. Die Arbeitnehmer müssten an den guten Gewinnen des Konzerns, zu denen sie erheblich beigetragen hätten, maßgeblich beteiligt werden. ver.di fordert für die rund 30.000 Beschäftigten eine Anhebung der Vergütungen um 8,5 Prozent, eine Anhebung der Auszubildenden-Vergütungen um mindestens 120 Euro sowie Übernahmeregelungen für Auszubildende. Angesichts der angekündigten Anteilsverkäufe bei EON will ver.di außerdem ergänzende Instrumente zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen tariflich vereinbaren. Das Angebot der Arbeitgeberseite, welches von ihnen mit 5 Prozent beziffert werde, betrage in Wahrheit ein Volumen von lediglich 1,88 Pro-zent, betonte Ott, da es mit einer Forderung nach Arbeitszeitverlängerung um mindestens eine Stunde bei einer Laufzeit von 14 Monaten verbunden sei. Außerdem sollen die Vergütungen für neu einzustellende Beschäftigte abgesenkt werden. Ein solcher Vorschlag sei unzumutbar. Daher habe ver.di die Beschäftigten jetzt zu bundesweiten Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Schwerpunkte der Warnstreiks seien Bayern, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Zentrale Kundgebungen werden in München, Salzgitter und Hamburg stattfinden. Darüber hinaus wird es zu zahlreichen dezentralen Aktionen sowohl bei den E.ON Regionalversorgungsunternehmen als auch in einer Vielzahl von Kraftwerken kommen. Für Rückfragen: Sven Bergelin 0170/923 96 58 und Volker Stüber 0170/562 15 59.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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