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    ver.di begrüßt Bewegung auf Arbeitgeberseite im Tarifkonflikt an Unikliniken

    13.07.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt, dass die Arbeitgeberseite bereit ist, mit ihr Verhandlungen über Maßnahmen zur Entlastung der Beschäftigten der Unikliniken Düsseldorf und Essen aufzunehmen. Bei einem Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaft ver.di und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am Donnerstag in Berlin wurde verabredet, zeitnah auf der Grundlage von vereinbarten Eckpunkten Verhandlungen aufzunehmen, wenn es bis Dienstag auf beiden Seiten dafür grünes Licht gibt. In den Verhandlungen soll es um Entlastungsmaßnahmen für die Beschäftigten, künftig anzuwendende Personalbedarfsermittlungsverfahren und Konsequenzen für den Fall, dass es zu wenig Personal gibt, gehen. Sofortmaßnahmen zur Entlastung (zusätzliche Stellen) und Regelungen zur Ausbildungsqualität sind ebenfalls verabredete Verhandlungsgegenstände.
     
    „Gut, wenn wir endlich in der Sache zu Verhandlungen kommen und sich die Uniklinikvorstände und ihr Arbeitgeberverband TdL nicht weiter die Bälle hin und her werfen“, sagte Wolfgang Pieper, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für die Tarifpolitik im öffentlichen Dienst. Am Ende sei entscheidend, dass die Beschäftigten verlässlich entlastet werden. Das Ansinnen der Arbeitgeber, die Regelungen in einer betrieblichen Dienstvereinbarung nur mit den Personalräten zu treffen, lehnte ver.di entschieden ab.

    An den beiden Universitätskliniken in Düsseldorf und Essen kämpfen die Beschäftigten seit Monaten für mehr Personal und Entlastung; seit Wochen streiken die Beschäftigten für eine tarifliche Vereinbarung zur Entlastung. „Ohne diesen Streik der Beschäftigten hätte sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt“, sagte Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für das Gesundheitswesen. „Mehr Personal ist besser für die Beschäftigten und für die Patientinnen und Patienten. Es gibt ein Grundrecht auf gesunde Arbeitsbedingungen, dagegen wird in den Klinken täglich verstoßen.“ Der Streik werde bis zur Aufnahme der Verhandlungen fortgesetzt. Die Beschäftigten würden den Verlauf der Verhandlungen genau verfolgen.

     

    Pressekontakt

    Richard Rother
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