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    Druckindustrie: Arbeitgeber legen völlig unzureichendes Angebot …

    Druckindustrie: Arbeitgeber legen völlig unzureichendes Angebot vor

    27.09.2018

    Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 134.000 Beschäftigten der Druckindustrie ist am Nachmittag in Berlin erneut ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Ein vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm) vorgelegtes Angebot nannte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) „unzureichend“. Danach sollte es für 2018 am 1. Dezember eine Einmalzahlung von 400 Euro geben. Ab April 2019 boten die Arbeitgeber eine Einkommenserhöhung um 2,4 Prozent an bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 24 Monaten (Laufzeitende 31.8.2020). Für 2020 verweigerten die Arbeitgeber eine Lohnerhöhung.

    Frank Werneke, stellvertretender ver.di-Vorsitzender: „Die Arbeitgeber wollen die Beschäftigten in der Druckindustrie schlechter stellen als in allen anderen Branchen in Deutschland. So ist zum Beispiel in der chemischen Industrie in der vergangenen Woche eine Lohnerhöhung von 4,6 Prozent vereinbart worden. Die Preise für die Lebenshaltung werden in den Jahren 2018 und 2019 um insgesamt rund 4 Prozent steigen. Angesichts dieser Preissteigerungsrate führt eine Erhöhung von nur 2,4 Prozent zu weniger Geld im Portemonnaie.“

    Die Kolleginnen und Kollegen in der Druckindustrie hätten „deutlich mehr verdient“. Werneke: „Geld ist vorhanden und somit auch ein finanzielles Volumen für einen guten Lohnabschluss. Vor diesem Hintergrund ist es nicht akzeptabel, dass es 2018 lediglich eine Einmalzahlung und in 2020 keine Lohnerhöhung und damit keinerlei Ausgleich für Preissteigerungen geben soll.“ Die Druckindustrie dürfe nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt werden.

    Die Arbeitgeber haben auch den bestehenden Manteltarifvertrag gekündigt, den sie zum Nachteil der Beschäftigten der Branche stark verändern wollen.

    Die dritte Verhandlungsrunde mit dem Bundesverband Druck und Medien findet am 19. Oktober 2018 in Berlin statt. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie endet am 30. September 2018.

    Pressekontakt

    Günter Isemeyer
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