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    4.500 streiken bei RWE – Morgen entscheidende Verhandlungsrunde

    4.500 streiken bei RWE – Morgen entscheidende Verhandlungsrunde

    24.01.2011

    Im Rheinischen Braunkohlerevier sowie in Kraftwerken und Verwaltungen des Energiekonzerns RWE in Trier, Idar-Oberstein, Saffig, Bad Kreuznach, Wesel, Frimmersdorf und Neurath haben heute über 4.500 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. An den mehrstündigen bundesweiten Warnstreiks, zu denen die Gewerkschaft ver.di sowie die IG BCE aufgerufen hatten, beteiligten sich erstmals auch Beschäftigte der Kernkraftwerke Biblis in Hessen und Lingen (Niedersachsen). Schwerpunkt der Aktionen war das Rheinische Braunkohlerevier mit den Kraftwerken Weisweiler, Goldenberg/Hürth und Niederaußem, dem Tagebau Hambach sowie den RWE-Betrieben in Köln, Bergheim/Düren, Pulheim-Brauweiler, Brühl und Wesseling.

    Die Warnstreiks sollen morgen in weiteren Betrieben des Energieversorgers mit Schwerpunkt Ruhrgebiet fortgesetzt werden. Rund 1.000 Beschäftigte wollen in Dortmund demonstrieren, wo um 11 Uhr die sechste Verhandlungsrunde für die 28.000 Tarifbeschäftigten der RWE-Konzernbetriebe beginnt. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaften, Peter Lafos (ver.di) erklärte, dies sei „die letzte Möglichkeit, ohne größere Auseinandersetzungen zu einem Ergebnis in der Gehaltsrunde zu kommen.“ Für Dienstagnachmittag ist die gemeinsame Tarifkommission der Gewerkschaften nach Dortmund eingeladen. „Falls bis dahin kein akzeptables Ergebnis vorliegt, wird unmittelbar über Urabstimmung und unbefristete Streiks entschieden“, sagte Lafos. ver.di und die IG BCE fordern 6,5 Prozent Lohnerhöhung für zwölf Monate. „Gemessen an den Betriebsergebnissen des Konzerns ist das eine moderate Forderung“, sagte Lafos. Das Unternehmen habe im letzten Jahr über 7 Milliarden Euro erwirt-schaftet. Das letzte RWE-Angebot nach fünf Ver-handlungsrunden (3 Prozent für 16 Monate plus Einmalzahlung) bedeute umgerechnet auf die normale Laufzeit von zwölf Monaten ganze 2,4 Prozent plus Einmalzahlung.

    Pressekontakt

    Christoph Schmitz
    ver.di-Bundesvorstand
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