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    Tarifverhandlungen Real: „Lohnabsenkung um 40 Prozent ist kein Zukunftskonzept“ - ver.di warnt Management vor einem „Spiel mit dem Feuer“

    07.03.2018

    Nach der achten ergebnislosen Verhandlungsrunde für die 34.000 Beschäftigten der real SB-Warenhäuser hat die Gewerkschaft ver.di dem Unternehmen „ein durchsichtiges Spiel auf Kosten der Beschäftigten“ vorgeworfen. „Was die real-Geschäftsführung will, hat nichts mit einer zukunftsfähigen Entgeltstruktur zu tun. Hier sollen Tarife langfristig um bis zu 40 Prozent abgesenkt werden, was zum Beispiel bei einer Kassiererin in NRW monatlich über 800 Euro weniger Verdienst bedeutet. Gleichzeitig will real das Weihnachtsgeld entsprechend kürzen und den Besitzstand nicht mehr für alle Beschäftigten gelten lassen. Das Zukunftskonzept des real-Managements für die Beschäftigten heißt Altersarmut. So ein Konzept kann keine Gewerkschaft unterschreiben, weil es keine Zukunft bietet“, erklärte ver.di-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

    „Wir haben gemeinsam verabredet, bis zur nächsten Verhandlung am 28. März 2018 alle möglichen Wege auszuschöpfen, um eine tarifliche Lösung für die 34.000 Beschäftigten herbeizuführen. Wenn der real-CEO Henning Gieseke unmittelbar nach dieser Verabredung erklärt, man könne auch ohne ver.di zu einer Senkung der Personalkosten kommen, bleiben zumindest Zweifel an der Ernsthaftigkeit, zu einem Kompromiss zu kommen“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Silke Zimmer. Gleichzeitig warnte die Gewerkschaft das Unternehmen vor „einem Spiel mit dem Feuer“. Zimmer: „Wir führen die Verhandlungen in sehr enger Absprache mit den Beschäftigten, denen wir verpflichtet sind“.

    Einen „einseitigen Wunsch ohne vertragliche Grundlage“ nannte ver.di die Aussage der real-Geschäftsführung, bis zum 31. März 2018 müsse eine Einigung erreicht werden. „Wenn wir ernsthaft und kompromissbereit verhandeln, können wir auch nach diesem Datum eine Lösung finden“, so Zimmer.

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    Günter Isemeyer
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