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    ver.di zum „Tag der Pflegenden“: Politik und Arbeitgeber müssen jetzt handeln – bedarfsgerechte Personalausstattung in der Pflege muss bundeseinheitlich und verpflichtend umgesetzt werden

    10.05.2019

    Anlässlich des „Tags der Pflegenden“ am 12. Mai bekräftigt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ihre Forderung nach mehr Personal und Entlastung sowie angemessener Bezahlung in Krankenhäusern und Altenpflege. „Bei den Missständen in der Pflege gibt es kein Erkenntnisproblem, was es braucht sind entschlossene und umfassende Lösungen. Politik und Arbeitgeber sind dringend aufgerufen, zügig zu handeln, um dem Fachkräftebedarf zu begegnen“, fordert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

     „Eine ganzheitliche und würdige Pflege braucht Zeit, doch dafür fehlt das Personal. Es braucht endlich bundeseinheitliche verbindliche Vorgaben für eine Personalausstattung, die sich am tatsächlichen Pflegebedarf orientieren“, so Bühler weiter. Vor allem in der Altenpflege werde oft schlecht bezahlt, deshalb müssten diese Arbeitgeber verpflichtet werden, einen flächendeckenden Tarifvertrag zu Mindestbedingungen in der Altenpflege anzuwenden. Die Zeit dränge: Die aktuell veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigten, der Fachkräftemangel in Alten- und Krankenpflege hat sich noch einmal dramatisch verschärft. Nur mit guten Arbeitsbedingungen und einer anständigen Bezahlung könnten Pflegekräfte gehalten, in den Beruf zurückgeholt und neue Beschäftigte gewonnen werden.

     Für die Krankenhäuser fordert ver.di von der Bundesregierung, schnellstmöglich den Auftrag zur Entwicklung eines am Pflegebedarf ausgerichteten Personalbemessungsinstruments und dieses verpflichtend bundesweit anzuwenden. Zusammen mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Deutschen Pflegerat erarbeitet ver.di im ersten Schritt einen entsprechenden Vorschlag. In der Altenpflege wird bereits ein Instrument zur Personalbemessung entwickelt. ver.di fordert eine sozialrechtliche Verpflichtung zur flächendeckenden bundesweiten Umsetzung. Die verschiedenen Versorgungsbereiche wie die ambulanten und die stationären Dienste und die Reha müssten zusammen in den Blick genommen werden, so Bühler weiter. „Es braucht in allen Versorgungsbereichen gute Rahmenbedingungen für die Arbeit. Es ist verheerend, wenn in einzelnen Bereichen Pflegekräfte wegen der schlechten Bedingungen nicht mehr arbeiten wollen.“

     Rund um den Tag der Pflegenden sind bundesweit Pflegekräfte, die in ver.di organisiert sind, in Pflegeeinrichtungen und in Krankenhäusern unterwegs, um ihre Kolleg/innen in einer Postkartenaktion auf die ver.di-Forderungen an Politik und Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Bühler: „Pflegekräfte tragen erheblich zu einer sozialen und funktionierenden Gesellschaft bei. Statt warmer Sonntagsreden braucht es echte Anerkennung, die sich maßgeblich in angemessener Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen ausdrückt.
     
      

     

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    Richard Rother
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