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    ver.di fordert: Rechtsanspruch für Schulkinder auf ganztägige Bil-dung und Erziehung endlich durchsetzen

    17.12.2020

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert Bund und Länder auf, gemäß Koalitionsvertrages endlich eine Einigung zur Einführung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Erziehung für Schulkinder zum Jahr 2025 zu erzielen und dessen Realisierung zu beschließen. Anlass dieser Forderung ist die Vertagung der Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz und die erneute Einsetzung einer Arbeitsgruppe.

    „Dass Mütter oder Väter mit dem Tag der Einschulung ihres Kindes immer noch ihre Arbeit aufgegeben müssen, ist ein Skandal“, betont die stellvertretende ver.di Vorsitzende Christine Behle. „Es gibt einen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung der Kinder vor der Einschulung, jetzt muss der Rechtsanspruch für Schulkinder umgehend erfolgen, er ist lange überfällig.“

    Gleichzeitig seien Bund und Länder aufgefordert, sofort mit einer Offensive zur Ausbildung sozialpädagogischer Fachkräfte zu beginnen, denn auch die Rahmenbedingungen müssten stimmen, damit diese Bildungsarbeit qualifiziert geleistet werden kann, so die Gewerkschafterin. Dafür sei die Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher entscheidend. Sie müsse an Attraktivität gewinnen und mit einer Ausbildungsvergütung entlohnt werden. Zudem seien neben den Kultusministerien und Fachschulen weitere Akteure zur Gestaltung der Ausbildung ins Boot zu holen.

    „Ich sehe auch die Träger der Sozialen Arbeit und uns als Gewerkschaft für die Beschäftigten in der Kinder - und Jugendhilfe in der Pflicht. Wir müssen unseren Beitrag dazu leisten, die Ausbildung zukunftsfähig aufzustellen, damit auch die Realisierung des Rechtsanspruches für die Schulkinder gesichert ist“, so Behle.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
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