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    ver.di ruft zu Warnstreiks bei privaten Eisenbahnen auf

    ver.di ruft zu Warnstreiks bei privaten Eisenbahnen auf

    11.04.2008
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten bei nichtbundeseigenen Eisenbahnen zu Warnstreiks ab Montag, dem 14. April, aufgerufen. Damit soll vor der nächsten Verhandlungsrunde am 21. April Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden. Das Angebot, das der Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahner (AGVDE) bislang vorgelegt hat, sei völlig unzureichend, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. „Die Beschäftigten wollen ihren gerechten Anteil an der guten wirtschaftlichen Entwicklung der privaten Eisenbahnunternehmen“, betonte Ott. Das vorliegende Arbeitgeberangebot sei völlig indiskutabel, da es mit einem Volumen von 3,3 Prozent für das Jahr 2008 unverzüglich von den derzeitigen Lebenshaltungskosten „aufgefressen“ würde. Zudem wolle der AGVDE den Tarifvertrag über drei Jahre laufen lassen und dabei für 2009 eine Erhöhung von nur 2,4 Prozent sowie von lediglich 2,3 Prozent für 2010 abschließen. Trotz Personalabbaus sei die Verkehrsleistung im Schienengüterverkehr im Vergleich zum Vorjahr um 9,1 Prozent gestiegen, im Schienenpersonenverkehr um 5,6 Prozent. Damit konnten die Betriebe ein Einnahmeplus von 3,3 Prozent verzeichnen. Im straßengebundenen ÖPNV seien die Einnahmen um 4,1 Prozent gestiegen. An diesen Einnahmezuwächsen müssen die insgesamt rund 10.000 Beschäftigten jetzt gerecht beteiligt werden, betonte der Gewerkschafter. ver.di fordert eine Erhöhung der Einkommen um 7 Prozent, mindestens jedoch 150 Euro im Monat. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll rückwirkend ab 1. Januar 2008 zwölf Monate betragen. Für Rückfragen: Stefan Heimlich 0170 / 57 49 704

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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