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    Breiter Konsens für Energiewende erforderlich – ver.di unterstützt BDEW-Appell

    24.04.2015

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) unterstützt den Appell von Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), für einen umfassenden energiepolitischen Dialog, um die Rahmenbedingungen für den weiteren Verlauf der Energiewende möglichst im breiten gesellschaftlichen Konsens festzulegen. „Es kann nicht im Interesse der Beschäftigten der Energiewirtschaft sein“, so ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt, „wenn die Schlachten der Vergangenheit wieder aufleben und die notwendigen politischen Entscheidungen, um die Energiewende voran zu bringen, blockiert werden.“ Die Beschäftigten bräuchten klare, von einem breiten Konsens getragene Rahmenbedingungen, um die Chancen, die die Energiewende für zukunftsträchtige Arbeitsplätze bietet, auch wahrnehmen zu können.

    ver.di unterstütze die Ziele der Energiewende ohne Abstriche. Dazu gehöre auch das Klimaschutzziel, bereits 2020 40 Prozent Treibhausgase weniger als 1990 in die Luft zu blasen.  „Jeder in der Energiewirtschaft weiß, dass der Strukturwandel notwendig ist“, sagte Scheidt. Doch gehe es darum, die Lasten, die damit verbunden seien, gerecht zu verteilen. Die aktuelle Debatte um den zusätzlichen „Klimabeitrag“, den der Wirtschaftsminister einseitig den Braunkohlekraftwerken abverlangen will, zeige, wie es nicht gehe. Derartiger „Klimaschutz mit der Brechstange“ schüre berechtigte Ängste bei den Beschäftigten in dieser Branche, einseitig zu den Verlierern der Energiewende zu werden. „Wir brauchen den vorgeschlagenen Dialog“, so der Gewerkschafter, „um Chancen und Risiken der Energiewende in der Gesellschaft auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Die Gewerkschaft ver.di und die Beschäftigten der Energiewirtschaft werden sich an dieser Diskussion konstruktiv beteiligen.“

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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