Pressemitteilungen

    Europas Hafenarbeiter protestieren gegen Port Package II - Aktionen …

    Europas Hafenarbeiter protestieren gegen Port Package II - Aktionen und Arbeitsniederlegungen in deutschen Häfen

    10.01.2006
    Europas Hafenarbeiter legen am Mittwoch (11. Januar) die Arbeit nieder. Auch in Deutschland folgen Hafenarbeiter dem Aufruf der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) und nehmen an betrieblichen Informationsveranstaltungen teil. Hintergrund der Aktionen, die in Deutschland von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als ETF-Mitglied koordiniert werden, ist die für den 17. Januar anberaumte Abstimmung des Europäischen Parlaments über die „Richtlinie über den Marktzugang für Hafendienstleistungen“, das so genannte Port Package II. „Diese Richtlinie ist nicht nur überflüssig, sondern gefährdet die Leistungsfähigkeit der deutschen Häfen“, machte Jan Kahmann vom ver.di-Bundesvorstand deutlich. Port Package II gefährde die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der Häfen. Die geplante Selbstabfertigung bedrohe Tausende von qualifizierten Hafenarbeitsplätzen, führe zum Verlust von Know-how bei Unternehmen wie bei Beschäftigten und gefährde die Sicherheit. Port Package II sehe vor, dass Schiffsbelegschaften künftig selber die Ladung ihrer Schiffe löschen könnten. Die Reeder würden in die Lage versetzt, eigene Abfertigungsanlagen zu betreiben. Als Konsequenz sei zu befürchten, dass Port Package II die Investitionsbereitschaft der Hafendienstleister verringere. Das vorgesehene Genehmigungsverfahren enthalte darüber hinaus keine Regelung, die die betroffenen Beschäftigten vor einem Arbeitsplatzverlust schütze. Hinweis für die Redaktionen: Aktionen finden in Hamburg, Bremerhaven, Lübeck, Rostock, Nordenham/Brake und Emden statt. Als Ansprechpartner vor Ort erreichen Sie Frau Karin Hesse im ver.di-Landesbezirk Nord (Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) unter der Nummer 0160-97 24 44 12, Herrn Uwe Schröder im ver.di-Landesbezirk Hamburg unter der Nummer 0160-97 26 69 44 und Herrn Rainer Müller im ver.di-Landesbezirk Nie-dersachsen-Bremen unter der Nummer 0170-77 24 905.

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
    alle Ansprechpartner der Bundespressestelle