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    ver.di und Uniper SE einigen sich auf umfangreiches Tarifpaket

    ver.di und Uniper SE einigen sich auf umfangreiches Tarifpaket

    21.08.2017

    Nach monatelangen Auseinandersetzungen und Verhandlungen zu den zukünftigen Arbeits – und Einkommensbedingungen der Beschäftigten im Uniper Konzern hat sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit dem Arbeitgeberverband auf einen Tarifkompromiss verständigt. Der Kompromiss beinhaltet eine Vielzahl von unterschiedlichen Regelungen, die größtenteils zum 1. Januar 2018 in Kraft treten sollen.

    Als Erfolg betrachtet ver.di im Rahmen des Tarifpaketes den Abschluss eines Tarifvertrages zur sozialen Absicherung, der unter anderem betriebsbedingte Kündigungen ausschließt und die Inanspruchnahme von Vorruhestandsregelungen ermöglicht. Dieser Tarifvertrag hat eine Mindestlaufzeit bis Ende 2022.

    „Vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen politischen Rahmenbedingungen zur Zukunft der Kohleverstromung ist diese langfristige Absicherung für unsere Mitglieder sehr wichtig“, so Immo Schlepper, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di.

    Die Parteien verständigten sich auch auf die Absicherung der bestehenden Anzahl von Ausbildungsplätzen und -standorten im Konzern. Mit Beendigung der Ausbildung besteht ein Übernahmeanspruch von mindestens zwölf Monaten.

    Die Arbeitgeberseite konnte sich mit ihren geforderten Einschnitten in das Tarifniveau unter anderem mit der Streichung des Weihnachtsgeldes, Treuegeldes, vermögenswirksamen Leistungen etc. weitestgehend nicht durchsetzen. Allerdings müssen die Beschäftigten ab dem 1. Januar 2018 auf ihre individuelle Leistungskomponente verzichten. Im Gegenzug wird jedoch im Januar 2018 eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro und ab 1. Januar 2019 eine Erhöhung der Vergütungen um einheitlich 50 Euro gewährt.

    Zu dem umfangreichen Tarifpaket gehört auch ein Sonderbonus für Gewerk-schaftsmitglieder. Ab 2018 erhalten nur sie eine jährliche Einmalzahlung von 400 Euro. Dieser Tarifvertrag hat eine Mindestlaufzeit bis Ende 2024. Schlepper: „Das ist ein Novum in der Konzerngeschichte E.ON/Uniper.“

    Beide Parteien haben eine Erklärungsfrist bis zum 30. September 2017 vereinbart. Bis dahin können beide oder auch nur eine Seite das Verhandlungsergeb-nis zurückziehen. ver.di wird jetzt das Ergebnis in Mitgliederversammlungen beraten und bewerten und ihre zuständigen Gremien einbeziehen.


    Für Rückfragen:
    Immo Schlepper (ver.di-Konzernbetreuung Uniper SE), 0160/3668013

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
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