ver.di kritisiert Pläne zur Herauslösung einzelner Bestandteile aus dem Uniper-Konzern

    Pressemitteilung vom 19.10.2022

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert Pläne einzelner Landespolitiker, Teile von Uniper aus dem Konzern herauszulösen und weist erneut auf die Wichtigkeit einer kompletten Übernahme des Uniper-Konzerns durch den Bund hin.

    „In dieser angespannten Lage, in der es um Versorgungssicherheit sowie Existenzfragen der Beschäftigten geht, sind Diskussionen über die Herauslösung von Unternehmensteilen nicht zielführend“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz. Der Konzern mit allen Töchtern und Beschäftigten, in der Gasversorgung ebenso wie auf den Kraftwerken, trage zur Sicherstellung der Versorgung und der Stabilität des Unternehmens bei. „Diese Aufgabe bewältigen die Beschäftigten hoch engagiert und der Konzern als Ganzes. Der Bund ist richtigerweise in die Verantwortung gegangen und die Beschäftigten verdienen die Sicherheit.“ ver.di trete gemeinsam mit der betrieblichen Mitbestimmung für die Sicherung aller 5000 Beschäftigten bei Uniper in Deutschland ein und unterstütze den Einstieg der Bundesrepublik Deutschland in Form einer echten Mehrheitsbeteiligung des Bundes. Eine Herauslösung einzelner Unternehmensteile erhöhe die Unsicherheit bei den Beschäftigten an allen Standorten der Uniper SE und ihrer Tochterunternehmen.

    „Wer jetzt die Herauslösung einzelner Bestandteile des Uniper-Konzerns zur Übernahme in Landeseigentum oder zur Verteilung an andere Marktteilnehmer fordert, spielt mit der Handlungsfähigkeit von Uniper. Eine angeblich angestrebte Verbesserung der Versorgungsleistung oder Steigerung der Stromproduktion ist ein Etikettenschwindel“, so Schmitz. Notwendig sei ein Wandel in der Akzeptanz der erneuerbaren Energien. 

    Die Versorgungssicherheit in Deutschland werde sich nicht dadurch erhöhen, dass integrale Bestandteile des Uniper-Konzerns verselbstständigt oder anderweitig aus dem Uniper-Konzern herausgelöst werden. Etablierte Prozesse und die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns, wie der gemeinsame Einkauf von Betriebsmitteln und die Vermarktung des erzeugten Stromes würden zerrissen.

    „Jeder Eingriff in die Unternehmensstrukturen sorgt nur für einen höheren internen Organisationsaufwand und lenkt von den eigentlichen Aufgaben ab. Diese Diskussion erzeugt kein Kilowatt mehr Strom und ist grob fahrlässig“, so das ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

     

     

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
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    E-Mail: pressestelle@verdi.de

     

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