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    Insolvenz des Pflegekonzerns Curata: ver.di kritisiert Profitorientierung in der Altenpflege

    Pressemitteilung vom 11.01.2023

    Anlässlich der Insolvenz des Unternehmens Curata, das bundesweit 40 Pflegeheime und psychiatrische Einrichtungen betreibt, übt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) scharfe Kritik an der Profitorientierung in der Pflege. „Gestern noch wurde geklatscht, heute haben 3.000 Beschäftigte eine unsichere Zukunft, das ist skandalös. Außerdem wissen 4.000 pflegebedürftige Menschen nicht, wie es mit ihrem Zuhause weitergeht “, kritisiert ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. In der Pandemie hätten die Pflegekassen Einrichtungen mit hohen Summen unterstützt. „Es muss geklärt werden, was mit diesem Versichertengeld bei dem kommerziellen Unternehmen Curata geschehen ist“, so Bühler. „Nicht zum ersten Mal zeigt sich: Die Orientierung auf den größtmöglichen Gewinn und eine gute Gesundheitsversorgung passen nicht zusammen.“

    Es könne nicht angehen, dass ein kommerzieller Träger aus wirtschaftlichen Gründen entscheidet, Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner und Beschäftigte auf die Straße zu setzen, so Bühler weiter. „Versorgungsverträge sollten nur noch mit gemeinnützigen beziehungsweise kommunalen Pflegeeinrichtungen geschlossen werden.“ Unmittelbar müssten die betroffenen Kommunen dafür sorgen, dass alle Pflegeheim- und Arbeitsplätze erhalten bleiben.

     

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    E-Mail: pressestelle@verdi.de 

     

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