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    Luftsicherheitskräfte: ver.di fordert Arbeitgeber zu erheblicher Verbesserung des Angebotes auf

    28.02.2022

    Vor der am morgigen Dienstag (1. März 2022) beginnenden dritten Verhandlungsrunde zur Erhöhung der Entgelte für die bundesweit etwa 25.000 Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) forderte ver.di die Arbeitgeber zu einer deutlichen Verbesserung des Angebots auf. „In den bisherigen Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt, das Streikaktionen von Beschäftigten in Düsseldorf, Köln und Frankfurt provozierte. Wir erwarten von den Arbeitgebern ein verhandlungsfähiges Angebot, das endlich die Preisentwicklung aufgreift und die Angleichung Ost an West und die Angleichung der regionalen Lohnunterschiede zügig vorsieht“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. Die Zusage aus den letzten Verhandlungen müsse im Angebot deutlich erkennbar sein. Vor allem die Angleichung der Löhne in Ost an West müsse zeitnah erfolgen. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 1. und 2. März in Berlin statt.

    Bereits vor drei Jahren sei in den Tarifverhandlungen dieser Branche die Angleichung der Löhne ein entscheidendes Thema gewesen, so Pieper weiter. Ein Teil des Ergebnisses sei der Zusatz im Tarifvertrag gewesen, dass die Anpassung der Löhne der Beschäftigten in der folgenden Tarifrunde mit dem Ziel einer zügigen Angleichung verhandelt werde.

    Die Luftsicherheitskräfte in ver.di fordern eine Lohnerhöhung von mindestens einem Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Darüber hinaus soll in der Tarifrunde der Lohn für die Luftsicherheitskräfte Fracht und Personen-/Warenkontrolle mit behördlicher Prüfung auf die Lohnhöhe der Luftsicherheitsassistenten (Fluggastkontrolle) nach dem Grundsatz gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit angehoben werden.

    Für die Luftsicherheitskräfte in der Bordkartenkontrolle, in der Sicherung von sicherheitsempfindlichen Bereichen, in der Flugzeugbewachung u.a. mit Qualifizierung und bestandener Prüfung sowie in der Dokumentenkontrolle solle bundesweit das gleiche Stundenentgelt (Gleicher Lohn für gleiche Arbeit) gezahlt werden. Bisher würden diese Beschäftigten regional unterschiedlich bezahlt. Jetzt müsse das Stundenentgelt auf das höchste Entgeltniveau angeglichen werden. Auch die niedrigere Bezahlung von Sicherheitskräften beim Berufseinstieg von bis zu 24 Monaten solle abgeschafft werden. Eine solche Regelung sei angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften nicht mehr zeitgemäß.

    Pressekontakt

    Richard Rother
    ver.di-Bundesvorstand
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